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Pudel muss eingeschläfert werden: Polizei bittet um Hinweise auf Tierquäler

Pudel muss eingeschläfert werden: Polizei bittet um Hinweise auf Tierquäler

500 Euro Belohnung aus privaten Spenden hat das Tierheim in Pirmasens für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung einer Tierquälerei an einem Pudel beitragen.

Hintergrund: Ein kleiner graufarbiger Rüde musste am Montag in der Tierklinik Zweibrücken eingeschläfert werden. Das Tier war zuvor in Pirmasens in der Winzler Straße in einem Karton, der dort in einem Gebüsch lag, entdeckt worden. Am Dienstag legte die Klinik dem Pirmasenser Tierheim ihren Untersuchungsbericht vor: Wie Evi Hopmeier, die Geschäftsführerin des Tierschutzvereins, berichtete, wurde der Hund vermutlich längere Zeit in einer beengten Kiste gehalten. Darauf deuteten seine Verkrümmungen und ausgekugelte Gelenke an den Vorderbeinen hin. Das Tier sei außerdem verfilzt und total abgemagert gewesen. Auf dem Rücken habe der Pudel Pusteln gehabt und die Augen seien verklebt gewesen und hätten sich nicht öffnen lassen. "Ein ganz schlimmer Fall von Tierquälerei", zeigt sie sich erschüttert. Eine Frau habe das Tier auf Rat der Polizei über Nacht in ihre Wohnung mitgenommen und dann am Montag zum Tierheim gebracht, nannte Hopmeier weitere Hintergründe zu dem Fall. Noch am Montag hat Hopmeier Anzeige bei der Kriminalpolizei in Pirmasens wegen Tierquälerei erstattet. Bisher seien trotz des öffentlichen Aufrufs keine verwertbaren Hinweise auf den Halter oder die Halterin des Hundes eingegangen, erklärte sie. Sie schätzt aber, dass die Chancen nicht schlecht stehen, den Tierquäler doch noch ausfindig zu machen. "Ein grauer Pudel oder Pudel-Mix kommt nicht so häufig vor", weißt die Tierschützerin. Derart massive Fälle von Tierquälerei erlebe sie drei bis vier Mal im Jahr. In der Regel seien aber nicht Hunde, sondern Katzen die Opfer.