Protestantisches Netzwerk : Kulturelle Vielfalt über die Grenzen hinaus

Mit seinem umfangreichen, vielfältigen Jahresprogramm bietet die Bildungsgemeinschaft „Protestantisches Netzwerk“ 2020 eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen von Lesungen über Vorträge, Konzerte, Tagesfahrten und Reisen.

(cvw) „Wenn es dieses Netzwerk nicht gäbe, müsste man es erfinden: Gemeinsam müssen wir etwas machen in einer Region!“, hatte die Oberkirchenrätin und stellvertretende Kirchenpräsidentin, Marianne Wagner, von der Landeskirche Speyer bei dem Netzwerk-Konzert 2019 gelobt und gefordert. Nun präsentieren die Veranstalter ihr ebenso umfang- wie abwechslungsreiches Jahresprogramm für 2020. Vorträge, Lesungen oder Konzerte werden von der Bildungsgemeinschaft ebenso angeboten, die Tagesfahrten und Reisen.

Den Auftakt macht am Dienstag, 21. Januar, um 19.15 Uhr im Einöder Gemeindezentrum, Am Asenbühl 4, ein Vortrag von Historikerin Charlotte Glück. Die Leiterin des Zweibrücker Stadtmuseums referiert über den „Mythos von der Großfamilie. Zum Wandel der Familie“. Die Versanstaltung findet statt in Kooperation mit dem Stadtarchiv Zweibrücken und dem Historischen Verein Zweibrücken. Im Anschluss ist zum regen Austausch bei einem gemütlichen Beisammensein geladen.

International schaut das protestantische Netzwerk am Dienstag, 11. Februar, um 19.15 Uhr, in der protestantische Friedenskirche Ixheim in den Himalayah. Unter dem Motto „Wo der Wind weht“ erklären der Homburger Klaus Hessenauer und Ehefrau Anne bei ihrer multimedialen Reise nach Ladakh, Tibet, Nepal und Bhutan die Bedeutung der Gebetsfahnen im Buddhismus. Partner sind hier die Freunde des Abenteuermuseums.

„Kirchenmusik anders“ heißt es am Samstag, 30. Mai, ab 16 Uhr bei dem „Musikfestival Oberauerbach“ in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche. Neun Bands unterhalten zwei Stunden lang non-stop mit ihrer individuellen Musik und bieten dabei Hörgenuss für jedes Ohr. Erstmals dabei sind die Bexbacher Formation „Roastbeat“ und „Chor Act“ aus Walsheim.

Am Samstag, 25. April, geht es im Rahmen der Reihe „Diesseits und jenseits der Grenze“ nach Straßburg. Die Hauptstadt der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine ist zugleich offizieller Sitz des Europäischen Parlaments. Die deutsch-französische Grenzstadt verbindet in ihrer Kultur und Architektur Einflüsse beider Länder. Bekannte und unbekannte Orte der Stadt werden besucht. Preis 50 Euro. Die zweite Fahrt über die französische Grenze führt am Samstag, 22. August, nach Metz und Umgebung. Besichtigt werden Mars-La-Tours, Gravelotte, Ars-sur-Moselle, das Festungswerk Fort de Queuleu (Goeben), ein früheres SS-Verhör- und Haftlager, sowie Jouy-aux-Arches. Preis: 35 Euro.

Eine besondere Tagesfahrt führt am Samstag, 27. Juni, in den Rheingau und dort auf die Spuren des Orients. Unter dem Motto „Von Sarazenenstürmen und Heidentürmen“ stehen auf dem Programm neben bekannten Weindörfern auch architektonisch einzigartige Kirchen, die aussehen, wie Moscheen. Preis 45 Euro; Abfahrt ist jeweils um 8 Uhr am Dekanat Zweibrücken, Kaiserstraße 24. Verbindliche Anmeldungen ab sofort bei Wilfried Schmidt (Brenschelbach), Tel. (0 68 44) 6 34.

Bei der zehntägigen Studienfahrt von Freitag, 4. September, bis Sonntag, 13. September, wird das „Land der Hugenotten, der evakuierten Lothringer und der Musketiere“ erkundet. Stationen sind die Vendée, Poitou, die Charente-Maritimes und die Gascogne. Auf der Hinreise gibt es eine Führung in der Kathedrale von Reims. Übernachtet wird in guten Mittelklasse-Hotels. Johanna Wittmann und Jürgen Neumann leiten diese Fahrt, die sowohl von Zweibrücken als auch von Saarbrücken aus angetreten werden kann. Verbindliche Anmeldung ab sofort bei: Evangelische Akademie im Saarland, Telefon (0 68 98) 16 96 22; E-Mail: buero@eva-a.de.

Die vielfältigen Aktionen im Jahr 2020 beschließt das Protestantische Netzwerk am Dienstag, 20. Oktober, 19.15 Uhr, mit einer Lesung in der Zweibrücker Alexanderskirche. In seinem Buch „Schmidt & Sohn“ erzählt der Homburger Theologe Winfried Anslinger die jüngste deutsche Geschichte aus einer persönlichen Perspektive weitab aller Politik, nämlich als Familiendrama. Der Eintritt ist frei.

Ansprechpartner: Protestantisches Dekanat Zweibrücken, Telefon (0 63 32) 73 5 43, Mail dekanat.zweibruecken@evkirchepfalz.de.