Projekt zügig angehen

Im Kreistag wurden einzelne Aspekte des Stadt-Umland-Konzepts unterschiedlich bewertet. Einig waren sich alle Fraktionen, dass etwas passieren muss, damit sich die Region weiterentwickeln kann.

Der Landkreis Südwestpfalz drängt auf ein Stadt-Umland-Konzept. "Das muss möglichst zügig gehen", erklärte Landrat Hans Jörg Duppré in der Kreistagssitzung. Das Gremium stimmte auch nach kurzer Debatte einstimmig einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis, den Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land und Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben sowie der Stadt Zweibrücken zur Erarbeitung eines Konzepts zu.

Während Alexander Fuhr (SPD ) anmerkte, dass sich das Land und die Kommunen "unmittelbar" nach der Schließung zusammen gesetzt hätten, um "in die Zukunft zu schauen". Reiner Hohn (FDP ) hat dennoch Bedenken, dass die Zeit davon läuft. "Wir müssen das schnellstmöglich angehen." Deshalb wäre es Hohn lieber, wenn die Kommunen die Vorschläge erarbeiten würden.

Landrat Duppré sagte, dass das Land die finanzielle Unterstützung an die Mitarbeit eines externen Büros bindet. "Aber wir, der Kreis, die Gemeinden und die Stadt, müssen die Arbeit des Büros begleiten", betonte Duppré. Die Vereinbarung sieht dazu eine Lenkungsgruppe und einen Arbeitsausschuss vor. In dem sind die Kooperationspartner vertreten. Der Landrat erwähnte auch, dass das Gebiet im Gegensatz zur ursprünglichen Planung neben der Stadt Zweibrücken und der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land auch die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben umfassen wird.

Peter Sammel (FWG) meinte, dass man beim "ein oder anderen Punkt" des 25-Punkte-Programms nachbessern soll. Es gebe eine Fülle von Projekten, sagte Bernd Schumacher (Grüne). Dabei sollen der Breitbandausbau und die Energiewende Schwerpunkte sein. Landrat Duppré meinte auch, dass vermutlich noch einige Punkte "gestrichen" werden.

"Es ist unsere Aufgabe zu schauen, was finanziell und inhaltlich machbar und sinnvoll ist", sagte Susanne Ganster (CDU ). "Wir wissen vor Ort am besten, was gut für uns ist." Ganster bezeichnete das 25-Punkte-Programm als "hübsch verpacktes Geschenk mit einem herben Geschmack. Wir haben auch was verloren."

Berthold Martin (FWG) sagte, dass die Förderung des Landes eine Seite sei, auf der anderen Seite müssten die Kommunen die Projekte mitfinanzieren. Trotz der Schließung des Flughafens dürfe man die positiven Erfolge des Konversionsprojekts nicht vergessen werden, sagte Fuhr. Der SPD-Sprecher nannte die 2700 Arbeitsplätze und die Hochschule.