Projekt von Jugendkunstschule, Hofenfels-Gymnasium und Helmholtz-Gymnasium Kunst lässt Bahnhofsunterführung strahlen

Zweibrücken · Bis zum Stadtfest soll das Kunstprojekt in der Unterführung des Zweibrücker Bahnhofs fertig sein. Es ist ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt der beiden Gymnasien sowie der Jugendkunstschule.

Die Skizze des Bildes wird maßstabgetreu auf die Wand übertragen.

Die Skizze des Bildes wird maßstabgetreu auf die Wand übertragen.

Foto: Elisabeth Heil

Wie schön Kunst sein und vor allem, was Kunst bewirken kann, beweist eindrucksvoll ein Projekt, das gerade am Zweibrücker Bahnhof realisiert wird. Schülerinnen und Schüler verschönern die Personenunterführung mit einem großen Wandbild, das Abiturientinnen und Abiturienten der Kunst AG des Hofenfels-Gymnasiums (HFG) Zweibrücken eigens dafür entworfen haben; verschiedene Szenerien – detailgetreue Landschaften, die Zugreisende schon bald in der Rosenstadt empfangen werden. „Und natürlich auch verabschieden“, betont Abiturientin Celina Paul vom Helmholtz-Gymnasium (HHG).

„Ökologische Mobilität im belebten Natur- und Kulturraum“ lautet das Thema des Kunstwerkes, das die Kunst-AG gemeinsam mit der Jugendkunstschule Zweibrücken sowie Schülerinnen und Schülern des HHG gerade umsetzt. „Bis Ende der Woche müssten wir fertig sein. Letzte Detailarbeiten mache ich dann mit ein paar erfahrenen Abiturienten noch in der ersten Ferienwoche“, sagt HFG-Kunstlehrerin Iris Seyler, im Übrigen auch pädagogische Leiterin der Jugendkunstschule. „So möchten wir die Besucher und Pendler mit unseren künstlerischen Ideen herzlich in unserer Stadt begrüßen und so ein Stück der Gemeinschaft zurückgeben“, fügt sie hinzu.

Und obwohl das Kunstwerk noch nicht fertig ist, hat sich der Aha-Effekt bereits eingestellt. „Die Leute schwärmen schon, wenn sie hier durchlaufen und betonen, wie viel schöner es jetzt doch aussehen würde“, erzählt HFG-Abiturientin Noella Tan.

Die Leute haben recht – von der gruseligen, schmuddeligen Atmosphäre der Bahnhofsunterführung ist schon jetzt nichts mehr zu spüren. Wenn es nur so bliebe. „Das haben wir uns auch gedacht“, sagt Iris Seyler, „weshalb wir uns bei unserem Farbenlieferanten nach möglichen Lacken erkundigt haben, die abwaschbar sind und das Kunstwerk schützen“, erläutert die Kunstpädagogin. „Der Lack würde zwar dem Bild eine glänzende Optik verleihen, da es aber im Comic-Stil gehalten sei, würde es sogar passen“, findet Iris Seyler. Die Schülerinnen und Schüler würde es auf jeden Fall freuen, wenn ihre Arbeit so erhalten bliebe.

Auch die Beigeordnete Christina Rauch ist begeistert und hat bereits ein paar Mal malerisch mitgewirkt. „Ich freue mich so sehr über die Idee und wenn ich sehe, wie schön es geworden ist, umso mehr.“ Sie ist überzeugt: „Das neue Wandbild wird sicherlich positive Auswirkungen auf das Bahnhofsumfeld haben. Allein schon die Entwurfsskizze ließ erkennen, wie schön es werden wird.“

Ziel der Aktion, die im Rahmen des Stadtverschönerungsprojekts zwischen der Deutschen Bahn (DB), der Jugendkunstschule und der Stadt Zweibrücken ins Leben gerufen wurde, ist eine freundliche Begrüßung aller Besucherinnen und Besucher. Gleichzeitig sollen unerlaubt angebrachte Graffitis mit dem Wandbild überdeckt und neuen, unschönen Schmierereien auf den Wänden der Unterführung vorgebeugt werden.

Christian Rauch appelliert an die Zweibrücker, unschöne Flecken der Stadt und dem Ordnungsamt zu melden. „Wir werden dann nach Rücksprache mit den Eigentümern dafür sorgen, besagte Orte ebenfalls aufzuhübschen“, versichert sie.

Schön ist übrigens, dass die neue Wandgestaltung zum Stadtfest fertig sein wird. Dann werden nämlich erstmals Sonderzüge im Bahnhof ein- und ausfahren. Wenn das mal kein toller Empfang ist!