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Poststelle im Bahnhof in Zweibrücken öffnet im Sommer

Bis Juni/Juli soll alles fertig sein : Poststelle im Bahnhof öffnet im Sommer

Gewobau: Mobilitätszentrale des VRN wird ebenfalls eingerichtet. Taxibetreiber zieht innerhalb des Gebäudes um.

Die geplante Poststelle im Bahnhof lässt nicht mehr allzu lange auf sich warten. Das erklärt Jörg Eschmann, Geschäftsführer der Gewobau, die den Bahnhof gekauft hat, auf Anfrage unserer Zeitung. „Im Juni/Juli wollen wir alles fertig haben“, skizziert er den voraussichtlichen Eröffnungszeitraum.

Die Hauptstelle der Post in der Rosengartenstraße bleibt, im Bahnhofsgebäude wird eine Zweigstelle eröffnet, etwa um Päckchen abzugeben (wir berichteten mehrfach).

„Zuletzt galt es, die Frage zu klären: Wohin mit den Paketen? Mittlerweile haben wir im Bahnhof ein Räumchen dafür gefunden“, sagt Eschmann. In den nächsten Monaten gehe es nun darum, Durchbruch-Arbeiten zu meistern, Elektrizität zu installieren und mehr.

Nicht nur die Post wird bald im Bahnhof eröffnen. „Der VRN richtet dort eine Mobilitätszentrale ein“, sagt der Gewobau-Geschäftsführer.

Der VRN (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) wird künftig also im Bahnhof wichtige Serviceleistungen anbieten, die viele Bahnreisende dort bislang vermissten. Die Mobilitätszentralen des VRN bieten laut deren Internethinweis unter anderem Beratung und Information zu Fahrplänen, Anschlüssen und Tarifen (Bus, Bahn, Ruftaxi, Car-Sharing und Mietrad), das gesamte Fahrkartensortiment des Verkehrsverbundes sowie teilweise das Fahrkartenangebot der Deutschen Bahn.

Die Kosten für diese Mobilitätszentrale trage der VRN selbst, sagt Eschmann. Die Gewobau selbst müsse für die erwähnten Umbaukosten wie den Durchbruch und die Elektrik rund 10 000 Euro in die Hand nehmen.

Der Taxibetreiber im Bahnhof, das Unternehmen Gabriel, wird innerhalb des Gebäudes umgesiedelt, Eschmann erklärt, dass Gabriel bis Anfang März ein Stockwerk höher ziehe. Jedoch werde dem Taxiunternehmen „ein kleiner Raum in der Eingangshalle“ zur Verfügung gestellt.

In der Eingangshalle schlägt also ab Sommer das Dienstleistungs-Herz des Bahnhofs. Und in Kooperation mit der Gewobau zeichnet das DRK für die Postdienstleistungen, die Mobilitätszentrale – und den dort bereits bestehenden Kiosk – verantwortlich.

„Alles aus der Hand der DRK“, macht Eschmann deutlich, dass die Rot-Kreuz-Helfer künftig dort das Service-Angebot bündeln.

Die meisten Bürger in Zweibrücken dürften es kaum erwarten können, bis die Poststelle im Bahnhof endlich öffnet. Denn die Verkehrssituation in der Rosengartenstraße ist unbefriedigend, die Straße ist eng, es kann nicht vernünftig gewendet werden – höchstens auf dem Hallplatz. Dieser wird von vielen Verkehrsteilnehmern– verbotswidrig – als „Wendehammer“ missbraucht. Ein Poller soll dieses Treiben nach dem Willen des Stadtrates bald unterbinden (wir berichteten).