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Planspiel mit kulturellem Austausch

Planspiel mit kulturellem Austausch

Bei der Business Week an der Hochschule Zweibrücken erfahren die Studierenden im Rahmen eines Planspiels mit Hilfe eines Simulationsprogrammes die Kombination aus Theorie und Praxis. Das Spannende dabei: Es sind auch Gaststudierende aus anderen Ländern zu Gast, mit denen das Planspiel gemeinsam durchgeführt wird. Am Freitag ging die Business Week erfolgreich zu Ende.

Zwanzig Gaststudierende begrüßte die Hochschule Zweibrücken letzte Woche auf dem Zweibrücker Campus. Diese waren aus Lettland, Finnland, Belgien und Holland angereist. Außerdem waren Studierende aus den USA mit dabei, die derzeit ein Auslandssemester in Heidelberg absolvieren. Der Grund war die Business Week, für die die Hochschule Zweibrücken eingeladen hatte. Seit mehreren Jahren wird diese Projektwoche einmal im Jahr angeboten.

Die Partneruniversitäten der jeweiligen Länder richten diese Woche ebenfalls aus. Das Ziel: "Die Zusammenarbeit in interkulturellen Teams und eine Erweiterung des Erfahrungsschatzes", beschreibt Katharina Väth, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Standort Zweibrücken , das Projekt.

Bei der Business Week arbeiten demnach Studenten des Studiengangs Finanzdienstleistungen der Zweibrücker Hochschule gemeinsam mit den Gaststudenten in kleinen gemischten Gruppen an einer Aufgabe, wie in diesem Fall einem Planspiel. Dabei schlüpfen sie in die Rolle eines eigenen Unternehmens. Sechs Unternehmensabteilungen wie Einkauf, Vertrieb oder Finanzen müssen dabei gemanagte werden. "Im Prinzip alles, was ein klassisches Industrieunternehmen auch tun muss", beschreibt Nicole Kalina-Klensch, ebenfalls Mitarbeiterin der Hochschule Zweibrücken .

Die kleinen Gruppen stehen bei dieser Aufgabe zudem in Konkurrenz gegeneinander und durchspielen die Simulation Periodenweise. Das Ganze funktioniert mit Hilfe eines Simulationsprogrammes, das den Studenten regelmäßig die Planung durch den Einfluss neuer äußerer Einwirkungen, wie Lohnveränderungen oder Entlassungssperrungen, erschwert. Am Ende der Woche gewinnt das beste Team.

"Das Spiel erfordert von den Studenten volle Aufmerksamkeit. Es läuft nicht einfach nebenbei", erklärt Nicole Kalina-Klensch. Eine Arbeit, die sich dennoch lohnt. Im Laufe der Woche entstehen meist nicht nur neue Erkenntnisse, sondern auch Kontakte, die oftmals noch Jahre anhalten.

Um auch die interkulturelle Kommunikation zu fördern, wurde die Woche auch durch ein Rahmenprogramm mit gemeinsamen Ausflügen erweitert. Die Business Week dient aber auch dazu, Studenten, die sich kein Praxissemester im Ausland leisten können, zumindest im Rahmen dieser Austauschwoche etwas Auslandserfahrung zu verschaffen. Und manchmal ist es auch der Anstoß für eine längere Zeit im Ausland, wenn das Eis erst mal gebrochen ist, berichtet Katharina Väth.