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Plane an der Bickenalb in Mittelbach

Im Leserauftrag nachgefragt : Wird die Eisvogelbrut gestört?

Für Irritationen unter Spaziergängern sorgt seit einigen Tagen eine Plastikfolie, die am Ufer der Bickenalb in der Nähe des ehemaligen Altenheimes angebracht wurde. „Genau an dieser Stelle befinden sich seit Jahren Bruthöhlen des Eisvogels, deren Eingänge jetzt durch die Plastikplane verdeckt sind“, schreibt etwa Merkur-Leser Axel Bieler.

„Ich kann Ihnen versichern, dass dort in den letzten Jahren regelmäßig brütende Eisvögel beachtet werden konnten. Und jetzt wird da für mich völlig sinnfrei eine riesige Plastikplane an der Böschung befestigt; wenn ich Eisvogel wäre, ich würde schleunigst das Weite suchen.“

 Diese Reaktion des Eisvogels ist durchaus gewollt, sagt Werner Boßlet, Chef des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ). Hintergrund: Die derzeit laufende Renaturierung der Bickenalb werde aufgrund des schlechten Wetters noch mindestens bis Mitte April dauern. Da aber bereits ab Mitte März damit zu rechnen sei, dass der Eisvogel anfängt, seine Bruthöhle einzurichten, „handelt es sich bei der angebrachten Plastikfolie um eine Vermeidungsmaßnahme, um Gefährdungen und Beeinträchtigungen während der Brut zu verhindern“. Im Umfeld seien ausreichend Ausweichräume vorhanden, „darunter auch gut geeignete Bruthabitate“. Daher sehe man in der Summe keine Beeinträchtigung des Eisvogels. Da es sich um einen einmaligen Eingrif handele, so Boßlet, werde die lokala Population „nicht erheblich beeinträchtigt oder gefährdet“. Nach Ende der Arbeiten werde die Folie natürlich wieder entfernt.

Wenn Sie von einem Problem betroffen sind, ist das ein Fall für die Merkur-Rubrik „Im Leserauftrag nachgefragt“. Die Redaktion recherchiert, wenn das Thema auch für andere Bürger interessant sein könnte. Kontakt: Pfälzischer Merkur, Hauptstraße 66, Telefon (0 63 32) 80 00 50, E-Mail: merkur@pm-zw.de.