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Plan für Truppacher Höhe bekommt den Feinschliff

Plan für Truppacher Höhe bekommt den Feinschliff

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Zweibrücken. Bis Spätherbst hat Investor Oliver Weingarth Zeit, seine Planungen für das Gewerbegebiet Truppacher Höhe zu überarbeiten. Das sagte dem Merkur der für Weingarth tätige Projektentwickler Manfred Beierschoder. Weingarth selbst war auf mehrfache Nachfrage nicht zu erreichen. Der Schwerpunkt der Überarbeitungen liege darauf, innenstadtrelevante Sortimente zu streichen. "Etwa die gläserne Schuhfabrik war hier nicht gewünscht. Da hätte man den Produktionsprozess gesehen und die Schuhe danach gleich kaufen können. Ähnliche Highlights wollen wir aber drin lassen", so Beierschoder, der keine weiteren Details nennen wollte. Oberbürgermeister Kurt Pirmann hatte vorvergangene Woche bestätigt, dass mit Weingarth ein neues Gespräch stattgefunden habe, bei dem er unterstrichen habe, dass ein Zielabweichungsverfahren keine Option darstelle. Genau dazu müsste es kommen, würden innenstadtrelevante Produkte in dem Center angeboten werden.Dass die lange geplante Spielhalle - neben Mcdonald's und Tankstelle - nicht kommen dürfte, bestätigte Beierschoder eine Aussage Pirmanns. "Wir würden zwar wohl die Genehmigung kriegen, aber keine Konzession. Deshalb streichen wir die Spielhalle wohl", sagt der Projektplaner. Hintergrund ist der Glücksspielstaatsvertrag. Wie man den freiwerdenden Raum anderweitig nutzen wolle? Am ehesten durch Gastronomie, so Beierschoder. "Wir haben auch ein Hotel im Auge, aber das wird wohl einer der letzten Punkte werden."

Anlässlich des Redaktionsbesuchs von Hendrik Hering in der Merkur-Redaktion vergangene Woche hatte Oberbürgermeister Kurt Pirmann klargemacht, dass man dem Investor - er nannte Weingarth und Admira als Kandidaten - das Gelände nur "bis zur Übergangsgrenze" erschließe, "wir machen die Zufahrt und dann ist Schluss. Alles andere ist deren Sache, auch das Räumen der Munition." Hendrik Hering, SPD-Fraktionschef im Mainzer Landtag, erklärte, dass zwar vom Land weiter Konversionsmittel nach Zweibrücken fließen - etwa für das Projekt Truppacher Höhe - aber in geringerem Umfang als bisher. Schließlich käme auf Rheinland-Pfalz durch die Bundeswehrreform viel Arbeit in dem Bereich zu.

Ursprünglich sollte nicht Weingarth, sondern die vom Flughafen-Zweckverband favorisierte P 1-Gruppe den größten Teil der Truppacher Höhe bebauen. Geplant waren Baumarkt, Bereiche für Zoo- und Gartenartikel, Fahrrad- und Kletterbedarf mit Testflächen und Internetabholmarkt - doch dann kam P1 in finanziellen Wirbel und Weingarth rückte auf der Favoritenliste ganz nach oben. Ihm gehört bereits ein Teil des Geländes, auf einen weiteren hat er eine Kaufoption (wir berichteten). "Wir würden zwar wohl die Genehmigung kriegen, aber keine Konzession. Deshalb streichen wir die Spielhalle wohl."

Projektentwickler Manfred Beierschoder