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Pilzwanderung der Deutschen Waldjugend Fasanenhorst Zweibrücken

Deutsche Waldjugend Fasanenhorst Zweibrücken : Viele Körbe voller Pilze gesammelt

Die Zweibrücker Waldjugend führte mit dem Pilzexperten Peter Rink eine Pilzwanderung in der Fasanerie durch.

Die „Deutsche Waldjugend Fasanenhorst Zweibrücken“ lud am Wochenende alle zu ihrer schon traditionellen, jährlichen Pilzwanderung ein, die, so Vorsitzender Hans Frenkle, dieses Mal ziemlich spät im Jahr stattfand. Geschuldet war dies den bisher sehr trockenen Waldböden, die sich erst sehr spät mit der für Pilze notwendigen Feuchtigkeit anreichern konnten. Dafür sei das Wetter danach dann um so idealer gewesen, da die erneuten Sonnentage das Pilzwachstum regelrecht zum Explodieren brachten.

Im vergangenen Jahr sei die Wanderung aufgrund der andauernden Trockenheit leider ausgefallen. Fast 100 Personen, neben vielen Mitgliedern der Waldjugend auch andere Interessierte, vom Einzelsammler bis zum Familienverbund, machten sich vom Parkplatz Tschifflik aus knapp zwei Stunden im Wald auf die Suche nach den schmackhaften Eukaryoten – denn Pilze bilden das dritte große Reich eukaryotischer Lebewesen neben den Tieren und den Pflanzen. Sie sind wie die Pflanzen, zu denen sie lange gerechnet wurden, sesshaft, können jedoch keine Photosynthese treiben.

Luitpoldpark und Ehrbusch, insbesondere die Laubwald-Gebiete, hatten ein breites Angebot an Pilzen für die Sammler parat, weshalb Hans Frenkle nicht umhin konnte am Schluss zu behaupten: „Also unser Abendessen heute ist auf jeden Fall gesichert“. Vor allem eine wunderbare Auswahl an Steinpilzen sei vorgefunden worden, aber auch Maronen, Röhrlinge, Parasole, Stockschwämmchen, Seitlinge und eine Menge anderer Sorten wanderten in die mitgebrachten Körbe, die schnell an ihre Kapazitätsgrenze kamen. „Kann man die jetzt überhaupt essen?“ stellte sich hinterher die Frage, obwohl sich unter den Waldgängern viele Experten in Sachen Pilzsammeln befanden. Auf einen Experten verließen sich dann aber alle. Peter Rink von den Pilzfreunden Saar-Pfalz war, wie auch in den Jahren zuvor, zur Stelle und begutachtete die von den Teilnehmern gesammelten Pilze. Überrascht war auch der Experte von der vorgefundenen Artenvielfalt, die auf Kalkboden außergewöhnlich sei. „Eine sehr gute Ausbeute, denn entweder gibt es auf Kalkboden viel oder gar kein Pilzvorkommen, dazwischen gibt es nichts“, so sein Kommentar zum Ergebnis der Exkursion.

„Die guten ins Töpfchen, die schlechten in den Mülleimer“, so könnte man die Begutachtung beschreiben, die nicht nur mit Beschauen, sondern auch Befühlen einherging, verbunden mit einer Erläuterung und Demonstration möglicher ungenießbarer Doppelgänger. Viele schlechte seien nicht gesammelt worden, insbesondere keine giftigen Exemplare, merkte der Experte an und machte vielen eine Freude, die eine leckere Mahlzeit mit nach Hause nehmen konnten.