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Pfarrer Scheidt wundert sich über Vorwürfe der Stadt

Pfarrer Scheidt wundert sich über Vorwürfe der Stadt

Zweibrücken. Mit Empörung hat gestern Benno Scheidt, Pfarrer der Kirchengemeinde Ernstweiler, auf die Vorwürfe der Stadt bezüglich des Kindergartens Ernstweiler reagiert. Scheidt (Foto: pm) wies darauf hin, dass SPD-Rätin Sabine Wilhelm, eine der Wortführerinnen in Sachen Kritik, bereits am 4. Februar auf Bitten der Elternvertretung die Einrichtung begutachtet habe

Zweibrücken. Mit Empörung hat gestern Benno Scheidt, Pfarrer der Kirchengemeinde Ernstweiler, auf die Vorwürfe der Stadt bezüglich des Kindergartens Ernstweiler reagiert. Scheidt (Foto: pm) wies darauf hin, dass SPD-Rätin Sabine Wilhelm, eine der Wortführerinnen in Sachen Kritik, bereits am 4. Februar auf Bitten der Elternvertretung die Einrichtung begutachtet habe. "Merkwürdig, dass Frau Wilhelm nicht gleich zum Telefon gegriffen hat und mir noch am 5. oder 6. Februar sagte, dass ich augenscheinlich meine Pflichten als Träger in gemeingefährlicher Weise vernachlässige", merkt Scheidt an. Wilhelm habe lieber bis zur Ratssitzung am 23. Februar gewartet und dort geklagt. Auch über Oberbürgermeister Helmut Reichling wundert sich Scheidt. "Meines Wissens hat er unsere Einrichtung in den vergangenen 15 Jahren nicht ein einziges Mal betreten", erklärt der Pfarrer. Er wolle Reichling in dieser Sache noch einen offenen Brief schicken. Scheidt wies gestern ferner darauf hin, dass er einen Elektrosachverständigen am 24. Februar den Kindergarten inspizieren ließ. Darüber und über weitere Aspekte wolle er aber erst am Freitag in einer Pressekonferenz informieren.In der Ratssitzung hatte Wilhelm Sicherheitsmängel in der Einrichtung angeprangert, etwa Stromkabel, die aus der Wand ragten, und gesagt: "Das ist kein Ort, wo Kinder sich aufhalten sollten." Reichling hatte darauf hin gesagt, die Zustände seien "noch viel, viel, viel schlimmer" als von Wilhelm beschrieben und angemerkt: "Ich hätte als Träger Angst, dass da etwas passiert. Die Stadt würde eine Kita nie so verkommen lassen." Es sei ihm unverständlich, wie die Kirche Kinder als Geiseln nimmt", übte er Schelte (wir berichteten). red