1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Harte Kritik: Parteienwerbung haut ihn nicht vom Hocker

Harte Kritik : Parteienwerbung haut ihn nicht vom Hocker

PR-Experte Armin Gehl bewertet Plakate in der Stadt

Der Bundestagswahlkampf hat die Massen nicht gerade elektrisiert – am Sonntag wird sich zeigen, ober er die Deutschen wenigstens mobilisiert hat, ihre Stimme abzugeben. Die Plakate der Parteien haben nicht gerade dabei geholfen, für den Urnengang zu werben. Diese Interpretation drängt sich jedenfalls auf, wenn man die vernichtenden Urteile betrachtet, die Marketing-Experte Armin Gehl auf Einladung des Pfälzischen Merkur über einige in der Stadt hängende Plakate gefällt hat. Seine spontane Reaktion auf die Mail mit den Fotos der Wahlplakate: „Magere Aussichten!!“

„Mutter und Tochter! Der Slogan passt, aber man glaubt, Eau de Cologne 4711 zu riechen – eine alte Partei!“ Foto: althoff
„Geschmacklose Aussagen!“ Foto: althoff
„Leere Sprüche.“ Foto: althoff
„Ihm geht es gut.  Überheblicher Gesichtsausdruck. Braucht sein ‚Fußvolk’.“ Foto: althoff
„Hohl wie Alphörner – die Symbolkraft passt nicht!“ Foto: althoff
„Sympathischer Mann von nebenan – kein Ausdruck von Durchsetzungskraft!“ Foto: althoff
„Zielorientiert – passt zur Partei, coole Ausstrahlung – spricht junge Wähler an.“ Foto: althoff

Armin Gehls Urteile sind natürlich rein subjektiv und von ihm bewusst zugespitzt. Dennoch kommen sie aus berufenem Mund. Gehl ist Lehrbeauftragter für Marketing und PR an der HTW in Saarbrücken. Außerdem betreibt der seit 30 Jahren in Zweibrücken wohnende gelernte Journalist eine Unternehmensberatung für Marketing und PR und ist Geschäftsführer des Netzwerkes „autoregion e.V.“, das die Unternehmen aus der Automobilindustrie und Wirtschaft in der Großregion zusammenfasst.