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Parkbuchten senken Geschwindigkeit

Parkbuchten senken Geschwindigkeit

Die Stadt sieht zwar nach Tempokontrollen kein großes Problem mit Rasern rund um die Hochstraße. Doch sie sieht mehrere Möglichkeiten, den besorgten Anwohnern entgegenzukommmen.

Durch versetztes Parken in der Hochstraße müssten Autofahrer in Kurven durch die Straße fahren. Durch eine solche Maßnahme würde die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer gesenkt. Das ist ein Vorschlag aus einer gemeinsamen Sitzung des städtischen Ordnungsamtes und der Polizei .

"Wir erkennen die Problematik und arbeiten an Lösungen", sagt der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD ). Anwohner der Hochstraße sowie der Straßen Am Schönhof und An der Feigenklamm hatten sich zuvor massiv über zu schnell fahrende Autos und Laster in der Tempo-30-Zone beklagt (wir berichteten). Am Montag, 26. Januar, wollen sich die Anwohner erneut treffen.

Ein Vorteil des Parkens auf der Straße wäre, dass Personen mit Rollatoren oder Kinderwagen den Bürgersteig ohne Hindernisse befahren könnten. Alternativ könnten in der Hochstraße und Am Schönhof Parkbuchten eingezeichnet werden. Wobei dabei auf genügend Raum für Rettungsfahrzeuge zu achten wäre. Das Ordnungsamt schätzt, dass zwölf bis 14 Parkplätze im Vergleich zu heute verloren gehen.

Für Laster liegt in dem Gebiet die Tonnagebegrenzung bisher bei 3,5 Tonnen bergauf und 7,5 Tonnen bergab. Das Ordnungsamt will die Beschränkung auf 3,5 Tonnen festlegen, ausgenommen Anliegerfahrten wie Müllautos oder Möbelwagen. "Wir können den Anliegern diese drei Möglichkeiten anbieten, um die Situation zu verbessern", sagt Henno Pirmann, der bereit ist, mit Vertretern der Anlieger zu reden und die Lösungen zu erläutern.

Die Polizei sieht nach ihrer Statistik keinen Unfallschwerpunkt am gesamten Fahrenberg. 2011 und 2012 hat es zwei Unfälle gegeben, bei denen ein geparktes Auto von einem vorbeifahrenden beschädigt wurde. Geschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Tagen und zwei Stellen, die noch weiter laufen, hätten gezeigt, dass die Fahrzeuge mit durchschnittlich 33 beziehungsweise 34 Stundenkilometer fuhren, so Pirmann. 85 Prozent fuhren weniger als 40 km/h. In der Sitzung habe die Polizei zugesagt, in diesen Straßen unangekündigte Geschwindigkeitsmessungen vorzunehmen.

In Einbahnstraßen- oder Sackgassenregelungen sehen die Ordnungsbehörden keine Lösung. Zumal diese für die Anlieger zu Umwegen und damit Nachteilen führen würden. Bodenschweller hätten sich als Tempobegrenzer nicht bewährt: Sie führten sogar zu mehr Lärm. Einer Einziehung oder Teileinziehung werde die Straßenbehörde nicht zustimmen. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass an diesen Straßen "kein öffentliches Verkehrsbedürfnis" bestehe.