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Ortsvorsteher: Ausbaubeiträge in Mörsbach sollen nicht explodieren

Wiederkehrende Beiträge : Ruf: Mörsbacher sollen nicht mehr als die Zweibrücker zahlen

Der Ortsvorsteher geht davon aus, dass das Investitionsprogramm zur Straßensanierung nur in einer Sparversion kommen wird.

Für große Verunsicherung hat die jüngste Sitzung des Ortsbeirates in Mörsbach gesorgt. Nicht wenige Einwohner des Zweibrücker Stadtteils zeigten sich über die vom Bauamt berechneten wiederkehrenden Beiträge für den Straßenausbau tief schockiert. So sollten nach Berechnungen der Verwaltung die Grundstückseigentümer im Ort 2,28 Euro pro Quadratmeter im Jahr berappen, wenn das Ausbauprogramm wie vorgeschlagen beschlossen wird (wir berichteten).

Es handelt sich dabei um Investitionen in Höhe von 6,6 Millionen Euro, wenn in den kommenden fünf Jahren die Talstraße, die Steinäckerstraße und die Straße „In der Gasse“ ausgebaut werden sollen. Auf Nachfrage des Merkur gab nun Ortsvorsteher Achim Ruf (Grüne) erst einmal Entwarnung: „Das hat ja keiner vor und das wäre auch von der Stadt finanziell nicht zu leisten, da diese ja auch ihren Anteil bezahlen muss.“

Ruf, der selbst über mehrere Anfragen von Bürgern in dieser Sache berichtete, kann sich allenfalls vorstellen, dass eine Straße in Angriff genommen wird – und von dieser nur ein Abschnitt. Er versichert, dass die Mörsbacher nicht mehr als die in der Stadt geplanten 28 Cent für den Quadratmeter bezahlen müssten. Eine andere Alternative sei der Vorschlag von Julia Igel (Grüne), nochmals fünf Jahre zu warten und keine Beiträge zu erheben, da es dann möglicherweise eine Finanzierung vom Land durch Steuergelder geben könnte. Der Ortsvorsteher will auch über diese Möglichkeit den Rat diskutieren lassen, auch wenn die Verwaltung davon abrät, länger zu warten.

Doch durch das große Baugebiet im Ort und die damit verbundene 20-jährige Befreiung der dortigen Anlieger von den Ausbaubeiträgen würden die Lasten derzeit auf weniger Schultern verlagert werden. Ruf bemerkte außerdem, dass sich die Straßen in Mörsbach insgesamt noch in einem einigermaßen guten Zustand befänden. Deshalb sieht der Ortsvorsteher auch keine Eile beim Ausbau.