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Ortsdurchfahrt Reifenberg bleibt Baustelle

Ortsgemeinderat : Die Baustelle bleibt Reifenberg erhalten

Der Ortsbürgermeister verspricht den Anliegern rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten Info-Flugblätter.

Die Ortsdurchfahrt von Reifenberg bleibt weiter eine Großbaustelle. Richtig Zeit zum „Luftholen“ blieb den Anliegern nicht. Ab Mitte September geht es, nach den Arbeiten an Kanal und Wasserleitung, mit dem eigentlichen Straßenausbau weiter. Derweil der Landkreis Südwestpfalz für die Kosten des Ausbaus der Kreisstraße aufkommt, müssen die Dorfbewohner (Grundstückseigentümer in der Ortslage) und die Gemeinde selbst die Kosten der Bürgersteigerneuerung stemmen. 2,3 Millionen Euro werden insgesamt für Kreisstraße und Bürgersteige investiert.  

„Es lief mit kleineren Einschränkungen vorbildlich und noch mehr Einsicht ist jetzt beim letzten Kraftakt notwendig, wenn es um die Abwicklung der Straßenausbauarbeiten geht“, sagte Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer. Das wird ein echter Kraftakt werden, denn teilweise gibt es keine Direktverbindung mehr nach Zweibrücken. Bis zum Jahresende soll die zum Nachbarort Battweiler führende Kreisstraße 76 (die Hauptanbindung nach Zweibrücken)  komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt sein.

Losgehen wird das, wie schon erwähnt, zur Monatsmitte, wenn es mit der Straßenerneuerung losgeht. Dabei wird mit den Arbeiten außerhalb des Dorfes begonnen, denn die Kreisstraße wird auf eine Länge von 1,2 Kilometern außerhalb gleichfalls erneuert. 

Die Arbeiten innerhalb der Ortsdurchfahrt, die durchgängig bis zum  Kreuzungspunkt bei der Kirche als „Hauptstraße“ bezeichnet wird, werden dann im kommenden Jahr in Angriff genommen. Die Arbeiten werden nahtlos ineinander übergehen. Für diesen zweiten Bauabschnitt ist die erste Jahreshälfte von 2021 vorgesehen. Innerörtlich wird dabei der Verkehr über die Kolbengartenstraße, Höhgasse und Poststraße umgeleitet. Allein für Anlieger wird der Verkehr innerhalb der Bauzeit freigegeben. Das gilt selbstverständlich auch für den Linienverkehr und die Schulbusse, wie auch den Anlieferverkehr, nicht aber den Durchgangsverkehr.

Ortsbürgermeister Zimmer weiß aus der zurückliegenden Baustellenerfahrung, dass eine umfassende Vorinformation zum besseren Verständnis während der Bauzeit ganz wesentlich beiträgt. Deshalb hat er die Dorfbewohner aufgefordert, auch jetzt wieder ihre Fragen zu stellen. Am einfachsten wäre es natürlich, könnte Pirmin Zimmer bei einer Versammlung mit den Betroffenen den direkten Kontakt suchen und die Diskussionen führen. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist das nicht einfach, wenn nicht gar unmöglich. Deshalb sollen noch vor dem Beginn der Baumaßnahme die Anlieger von Haupt- und Zweibrücker Straße einen Informationsflyer bekommen. In diesem wird zu 24 Fragen Stellung genommen. Der Flyer zeigt zugleich, was den Betroffenen aus dem eigentlichen Baustellenbereich am Herzen liegt. Mahnend erinnerte Zimmer erneut daran, dass die bekannten „Schleichwege“ wie schon bei den vorausgegangenen Baumaßnahmen nicht genutzt werden dürfen. 

Die Kosten zum Herstellen der Bürgersteige innerhalb der Ortsdurchfahrt werden auf 630 000 Euro kommen. das kostengünstigste Angebot dafür unterbreitete die Firma Wust aus Simmern im Hunsrück. Das Straßenbauunternehmen ist den Verantwortlichen des Landesbetriebes Mobilität (LBM) aus Kaiserslautern bekannt und wird als leistungsfähig dafür angesehen, diesen Großauftrag für Landkreis und Ortsgemeinde zu erledigen. Die Ausbaustrecke beträgt insgesamt  2,1 Kilometer. Innerhalb des Ortes sind es 800 Meter, die beiden Bereiche in Richtung Battweiler und Schmitshausen/Rieschweiler-Mühlbach 1,3 Kilometer. Im Zuge des Straßenausbaues werden zugleich die Pfalzwerke AG und das Unternehmen Inexio, welches Reifenberg ans Datennetz angeschlossen hat, gleichfalls Leitungen ins Erdreich verlegen, mit denen eine unterirdische Stromversorgung und Glasfaseranschluss  direkt umsetzbar sind.