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Ortsbeirat Rimschweiler verwendet Vorortbudget

Mehrere Themen im Ortsbeirat Rimschweiler : Straußjugend erfährt Unterstützung aus der Politik

Rimschweiler fördert junge Brauchtumspfleger mit 400 Euro. – Neues zu Schrottplatz, B 424, Radweg-Hecken und Bayernstraße.

„Das ist großartig, wie sich die jungen Leute engagieren. Der Umzug ist eine kulturelle Veranstaltung“, erklärte Silvia Kämmer (SPD) am Donnerstagabend im Rimschweiler Ortsbeirat. „Die Straußjugend soll das nicht allein stemmen. Wir sollten die jungen Leute unterstützen“, fügte Stefan Schantz (FWG) hinzu.

„Ich denke auch, dass wir der Straußjugend Geld aus dem Vorortbudget geben sollte“, schloss sich Christian Reifenscheid (CDU) wie der gesamte Ortsbeirat dem Antrag der Ortsvorsteherin Isolde Seibert (SPD) an, der Straußjugend eine Zuwendung 400 Euro zu gewähren. Zuvor hatte Ortsbeiratsmitglied und Straußbubenvater Florian Faust (SPD) auf die Anstrengungen zum Gelingen der Kerb hingewiesen: Nicht nur, dass sich die jungen Menschen im Vorfeld um Fahrgeschäfte gekümmert haben, in der Woche vor der Kerb mussten sie sich auch um Strom- und Wasseranschlüsse für die Verkaufsstände kümmern. Und diese auch aus der eigenen Kasse bezahlen, wie die Ortsvorsteherin ergänzte. Dazu seien noch die Kosten für den Ordnungsdienst beim und die Müllentsorgung nach dem Umzug am Samstagabend gekommen.

Kämmer fragte nach, ob es dafür auch eine Unterstützung von der Stadt Zweibrücken geben könnte. Seibert wies auf den klammen städtischen Haushalt hin. Sagte aber, dass das Kulturamt durch die Einstufung der Kerb als „Brauchtumspflege“ es schaffe, die Sperrung der Straße beim Umzug zu begründen. Seibert: „Wirt arbeiten gut mit dem Kultur- und dem Ordnungssache gut zusammen.“

Der Ortsbeirat hat bisher 1485 Euro von den Verfügungsmitteln ausgegeben. Dazu sind 200 Euro für das TuS-Jubiläum, 70 Euro für den Hotspot und 80 Euro für den Kranz der Vereine zum Volkstrauertag bereits beschlossen. Von den noch verbliebenen 666 Euro bekommt jetzt die Straußjugend 400 Euro.

Seibert informierte, dass in den nächsten Tagen die Gespräche mit den Interessenten für den ehemaligen Schrottplatz abgeschlossen werden. Nach der Auswertung der Konzepte durch das Bauamt werde der Ortsbeirat über die Ergebnisse informiert. Auch bei dem gewünschten Fahrbahnteiler auf der B 424 aus Richtung Ixheim gebe es Bewegung: Der Landesbetrieb Mobilität habe einen Entwurf bearbeitet, der jetzt den Behördenweg gehe. Der LBM habe angeboten. den Entwurf im Dezember im Ortsbeirat vorzustellen. „Das ist weiter als wir gedacht haben“, sagte Schantz. Es zeige, dass sich „das Nachbohren“ gelohnt habe. Auch im Gemeindehaus hat sich etwas getan: Die Treppe wurde erneuert und neue Vorhänge wurden aufgehängt.

Der Antrag der SPD-Fraktion, die Hecken am Radweg neben der Einmündung des Zugangs von der Bahnhofstraße zu entfernen, wurde angenommen. „Die Hecken werden zwar im März geschnitten. Aber wenn die Fahrradsaison beginnt, sind sie wieder so hoch, dass sie die Einsicht versperren“, begründete Klaus Fuhrmann (SPD). „Das ist dann eine Gefahrenstelle.“

Der Ortsbeirat beantragte weiter, die Bayernstraße in das Zweibrücker Straßenausbauprogramm 2021-2026 aufzunehmen. An der Straße sei seit 50, 60 Jahren nicht mehr gemacht worden und sie sei in keinem guten Zustand mehr, begründete Seibert den Antrag. Zudem seien die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet abgeschlossen.

Die Ortsvorsteherin informierte noch über die Veranstaltung am Volkstrauertag, den Weihnachtsmarkt am 30. November und den Umwelttag am 28. März. Weiter sucht sie jemand, der einen Weihnachtsbaum für den Dorfplatz zur Verfügung stellt. Der Baum sollte für einen Traktor erreichbar sein, fügte Fuhrmann hinzu.