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Orkantief hält Feuerwehren in Atem

Orkantief hält Feuerwehren in Atem

Zweibrücken. Mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde raste gestern das Orkantief "Xynthia" über Zweibrücken. Zahlreiche Dächer wurden abdeckt, Bäume umgeknickt und Gegenstände durch die Luft geschleudert. Doch im Vergleich ist unsere Region noch glimpflich davongekommen. Denn nach Angaben der Feuerwehr wurden bis zum Abend weder Menschen verletzt noch getötet

Zweibrücken. Mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde raste gestern das Orkantief "Xynthia" über Zweibrücken. Zahlreiche Dächer wurden abdeckt, Bäume umgeknickt und Gegenstände durch die Luft geschleudert. Doch im Vergleich ist unsere Region noch glimpflich davongekommen. Denn nach Angaben der Feuerwehr wurden bis zum Abend weder Menschen verletzt noch getötet. Die Wehrleute hatten allerdings alle Hände voll zu tun. "Es ging Schlag auf Schlag", berichtet der Zweibrücker Feuerwehrchef Harald Schmieg. Bereits am Vormittag waren die ehrenamtlichen Helfer in Alarmbereitschaft versetzt worden.In Zweibrücken waren bis 23 Uhr bei 81 Einsätzen insgesamt 84 Feuerwehrleute und 15 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW) dabei. "Wir waren mit etwa 20 Fahrzeugen unterwegs", sagt Schmieg. In der Regel mussten sich die Helfer im Laufe des Nachmittags um umgestürzte Bäume kümmern. Drei Autos auf dem Mitarbeiterplatz des Evangelischen Krankenhauses wurden von Bäumen getroffen, was zu erheblichen Schäden führte. Außerdem wurde ein Fahrzeug eines Autohändlers in der Hofenfelsstraße zerstört. Auch Flachdächer einiger Betriebe wurden abgedeckt. Gesperrt waren in Zweibrücken neben der Straße von Mittelbach nach Altheim auch die Annweiler Straße und einige Bürgersteige.

In der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gab es 39 Einsätze, die von 130 Wehrleuten und 22 Fahrzeugen gemeistert wurden. Unter anderem waren die Straßen von Bechhofen nach Sanddorf, von Battweiler nach Oberauerbach, von Großbundenbach nach Oberauerbach, von Käshofen nach Homburg und von Stambach nach Falkenbusch gesperrt. Wehrleiter Markus Schmidt warnt davor, in den nächsten Tagen im Wald spazieren zu gehen: "Bäume sollte man meiden, da es immer noch Windbruch geben könnte."

Auf einen Blick

Stundenlang ohne Strom waren mehrere Orte auf der Sickingerhöhe, vor allem Battweiler. Die Küche blieb deshalb in vielen Haushalten kalt. Das Festessen für Pfarrer Bernhard Bonkhoff in Großbundenbach (siehe Seite 19) musste auf einem Kohleherd fertig gekocht werden. Um 14.40 Uhr waren im gesamten Pfalzwerke-Gebiet insgesamt 210 Orte zur gleichen Zeit ohne Strom. cos

Der Bahnverkehr zwischen Zweibrücken und Pirmasens musste gestern wegen der Sturmfolgen eingestellt werden.