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Johann-Wichern-Haus: Orientalische Tänze und alte Volkslieder

Johann-Wichern-Haus : Orientalische Tänze und alte Volkslieder

Mit einem bunten Programm feierten die Senioren gemeinsam mit ihren Angehörigen im Johann-Wichern-Haus ihr Sommerfest.

Für die Bewohner des Johann-Wichern-Hauses des Landesvereins für Innere Mission Rheinland-Pfalz ist das Sommerfest der Höhepunkt des Sommers. Am Samstagnachmittag genossen sie gemeinsam mit ihren Angehörigen das bunte, vielfältige Programm und die kulinarischen Köstlichkeiten.

„Das Wetter ist ideal: schön sonnig und nicht zu heiß“, freute sich Raphaël Baumann, der das Seniorenheim leitet. Er selbst führte liebevoll durch den Nachmittag. In dem Garten der Sinne waren unter den schützenden Dächern von Pavillonzelten lange Tischreihen aufgebaut und wunderschön gedeckt. Wer ein Zimmer zum Garten hin bewohnte, nahm oft auch von seinem eigenen Reich aus teil. Den Auftakt machten 14 Kinder und Jugendliche von der Bauchtanzschule Elmiras Orient. In farbenfrohen Kostümen nahmen sie die Gäste mit auf eine Reise in 1001 Nacht. Mit arabischen Schleiertänzen, ägyptischen Isis-Schwingen, einem bumenreichen hawaianischen Tanz und Folklore aus dem Osten begeisterten die jungen Menschen die Senioren sichtlich. Für die Tanzschule war es eine Art Generalprobe für den Auftritt bei der Deutschen Meisterschaft.

Nachdem sich alle mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, ging die musikalische Reise mit Andreas Kern und Hermann Gelzinus nach Spanien. Bei den bekannten Volksliedern des Wiechern-Chors konnten viele Bewohner mitsingen oder summen. Zu den beliebten Liedern, die der „Just-for-Fun“-Chor, der sich jedes Jahr spontan formiert, anstimmte, gehörte unter anderem „Lustig ist das Zigeunerleben“. „Das hören unsere Bewohnerinnen und Bewohner immer wieder gerne“, weiß Raphaël Bauman um die Lieblingslieder seiner Schützlinge.

Norbert Klein, Leiter der Betreuung im Johann-Wichern-Haus, brachte als Hausmeister „Paul Bollmann“ mit seinem Programm „Ei wo simmer dann?“ die Seniorinnen und Senioren nicht nur zum Schmunzeln. „Ich habe diese Figur selbst erfunden und führe die Menschen darin in ihre Erinnerung, indem ich alte Zweibrücker Geschäfte einbaue oder an Ereignisse erinnere“, erklärte der Amateur-Comedian, der das Unterhaltungsprogramm organisiert. Die Bewohner freuten sich immer, wenn sie ihre Betreuenden und Pflegenden auch einmal auf ganz andere Art kennen lernten.

Während die Tänzerinnen von Elmiras Orient zu den Stammgästen des Sommerfests gehören, gab es zum Abschluss eine Neuheit: Daniel Staub als DAN-L, begleitet von Hermann Gelzinus, sang einen Rap. „Das ist das erste Mal, dass wir unseren Bewohnern so etwas bieten“, setzt Norbert Klein auf eine bunte Mischung aus Bekanntem und völlig Neuem. Mit einem heiteren Grillabend klang das schöne Fest aus.