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Angebliches Todesspiel: Online-Gefahren für Kinder

Angebliches Todesspiel : Online-Gefahren für Kinder

Was ist dran an der Aufregung über das angebliche Todesspiel „Blue Whale“? Zweibrücker Grundschulen haben diese Woche den Kindern beunruhigend klingende Briefe an die Eltern mitgegeben: Das Spiel sei „nachweislich an den Zweibrücker Grundschulen gelandet“, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

Doch da ist irgendwo offensichtlich ein Missverständnis passiert – denn auf Merkur-Nachfrage betonte die Polizei, das Spiel selbst sei nirgendwo in der Westpfalz aufgetaucht. Zweibrücker Kinder haben lediglich Warnungen vor diesem Spiel (bei dem man viele Aufgaben erledigen solle, als letzte Selbstmord) per Whatsapp bekommen. Warnungen, die wahrscheinlich gefälscht sind. Beweise für die Existenz des Spiels, vor dem international schon lange gewarnt wird, fehlen. Falscher Alarmismus der Schulleiter also? Nein. Im Gegenteil. Denn die Angst der Schüler vor den Warnungen ist echt. Und es ist gut, wenn viele Eltern diesen Vorfall zum Anlass nehmen, noch genauer hinzuschauen, was ihre Kinder online machen. Gehört zum Beispiel Whatsapp überhaupt in Grundschüler-Hände? Whatsapp selbst hält dies offensichtlich nicht für verantwortlich: „Du musst mindestens 13 Jahre alt sein, um unsere Dienste zu nutzen“, steht in den Nutzungsbedingungen.