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Noch keine zündende Idee für City-Outlet

Noch keine zündende Idee für City-Outlet

Nur noch ein Wunder kann wahrscheinlich dafür sorgen, dass sich im Zweibrücker City-Outlet bald etwas tut. Die Kaufoption der HGV läuft Ende 2013 aus. Dann beginnt die Investorensuche offiziell von vorn.

Der Countdown läuft: Noch zwei Wochen hat die Hanseatische Grundbesitz- und Vermögensverwaltungsgesellschaft (HGV) ein Vorkaufsrecht auf das Zweibrücker City-Outlet. Dann beginnt auch offiziell die Suche nach einem anderen Investor. Keiner der Beteiligten rechnet mehr damit, dass die HGV auf dem letzten Drücker das City-Outlet noch kauft. Eines ist schon länger klar: Die Kaufoption der HGV wird auf keinen Fall verlängert.

Eigentlich sei in Sachen HGV der letzte Funken Hoffnung erloschen, sagt Gewobau-Prokurist Rolf Holzmann. "Aber manchmal geschehen ja noch Wunder." Zwar habe es nochmal Kontakt mit der HGV gegeben; derzeit gehe er aber eher davon aus, dass man sich im kommenden Jahr gemeinsam mit der Stadt neue Gedanken über die Zukunft des City-Outlets machen müsse. Holzmann gibt zu: "Die zündende Idee gibt es bislang noch nicht." Der Gewobau-Prokurist, der im Mai zum Geschäftsführer aufsteigt, betont, das man bezogen auf die künftige Nutzungsform nach allen Seiten offen sein müsse.

Für Stadtsprecher Heinz Braun ist ebenfalls klar, dass ein neuer Investor für das City-Outlet her muss. "Davon ist eigentlich auszugehen." Schließlich müsse die HGV bei der Belebung der seit mehr als zweieinhalb Jahren leerstehenden Immobilie auch Bedingungen erfüllen. Deshalb gibt es schon vor Ablauf der offiziellen Frist Überlegungen, wie es weitergeht, deutete Braun an: "Wenn eine Sache ansteht, können Sie davon ausgehen, dass sich die Stadtspitze bereits Gedanken macht."

Konkretes kann auch Gewobau-Aufsichtsratschef Berni Düker (SPD) nicht sagen: "Natürlich hat man die Ohren offen", sagt er vage. Und: Es habe Anzeichen gegeben, das auch andere Investoren Interesse hätten. Man dürfe die Hände jetzt nicht in den Schoß legen, so Düker. Aber: "Wir müssen auch ein wenig Geduld haben."

Holzmann, Braun und Düker verteidigten auch rückblickend die Entscheidung, auf die HGV zu setzen. Man habe damals einen guten Eindruck von dem Unternehmen gehabt, so Düker. Ähnlich äußerte sich Holzmann: "Wir dachten, die HGV ist erfahren im Vermarkten solcher Immobilien." Leider habe es nicht geklappt. Doch hat man der norddeutschen Gesellschaft einfach zu viel Zeit gegeben? Braun: "Sie können so ein Objekt nicht in einem halben Jahr vermarkten. Ganz so blauäugig waren wir nicht." Die HGV war auf Merkur-Anfrage erneut nicht zu erreichen.