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Noch immer keine Verkehrsberuhigungs-Lösung für den Fahrenberg

Noch immer keine Verkehrsberuhigungs-Lösung für den Fahrenberg

Kurz schien es so, als könnte die Fahrenberg-Bürgerinitiative gestern während ihrer Versammlung endlich zu einer Lösung finden – bis die erste Diskussion ausbrach und mit ihr der Untergang der scheinbaren Übergangslösung.

Vier ausgebreitete Straßenpläne empfingen am Montagabend die Anwohner des Fahrenbergs zur Sitzung ihrer Bürgerinitiative. Drei davon zeigten mögliche Varianten der Gestaltung von Parkbuchten in der Hochstraße. Der Sinn dahinter: Durch Parkflächen, die im Wechselspiel der Straßenseite eingezeichnet werden, sollen die Fahrer durch parkende Autos ausgebremst und möglicherweise für das Durchfahren unattraktiv werden. Allen drei Varianten seien mit der Stadt abgestimmt und genehmigt, erklärte einer der Initiatoren der Bürgerinitiative, Rolf Petzold. "Die Sackgassenlösung ist im Moment nicht zu erreichen", teilte er zu Beginn der Zusammenkunft den Anwohnern mit. Darum sei dies möglicherweise zumindest eine Ersatz- oder Übergangslösung, da die Stadt die geforderte Sperrung ablehnt. Zwar konnten die Anwohner diesem Vorschlag zunächst ein paar wenige positive Aspekte abgewinnen, so richtig wollte die Lösung aber nicht ankommen. Und bei längerer Überlegung setzen Diskussionen ein. Eine Anwohnerin argumentierte, dass die Parkbuchten gerade während der üblichen Arbeitszeiten kaum etwas bringen werden, da dann keine Autos in den Buchten parken und somit weiterhin ein freies Durchfahren möglich. Auch stellten einige eine Verringerung des Verkehrsaufkommens infrage. Dazwischen immer wieder spürbar: der Ärger und die Enttäuschung über das Verhalten der Stadt und dazu die Fragen, ob es den Rettungswegeplan, der der Ablehnung der Straßensperrung diente, wirklich gibt. Oder warum die Fragebögen, die den Anwohnern vor Kurzem zugingen, nur eine Möglichkeit vorgegeben haben und warum die Polizeikontrolle zur Messung des Verkehrsaufkommens ausgerechnet während der Semesterferien durchgeführt wurde? All diese Fragen verärgerten die Anwesenden, ebenso wie die Tatsache, dass eine Sperrung der Kreuzberg- und Realschulstraße von städtischer Seite aus weiterhin bestehe. Würde die Öffnung dieser beiden Straßen in den Augen der Anwohner doch für eine Entlastung der Verkehrssituation sorgen. Darum entstand auch der Vorschlag, der Errichtung der Parkbuchten nur in Anknüpfung mit einer Öffnung dieser beiden Straßen zuzustimmen. "Gleiches Recht für alle", raunte es durch den Saal, bis Rolf Petzold Abstimmungszettel austeilte. Die Entscheidung war dann so kontrovers wie die Diskussion: 22 Stimmen gegen, 15 für den Parkbuchtenplan und vier nur mit der Anknüpfung der weiteren Forderungen. Es muss also weiter nach einer Lösung gesucht werden. Dafür spricht Rolf Petzold noch in dieser Woche mit der Feuerwehr.