Einsatz für Tiere Federvieh auf Familienausflug

Zweibrücken · Die Nilgänse verursachten mit ihrem Spaziergang einen nicht alltäglichen Polizeieinsatz in Zweibrücken.

Familie Nilgans am Straßenrand.

Familie Nilgans am Straßenrand.

Foto: Tierrettung Saar-Pfalz

Es macht der Polizei verständlicherweise der Umgang mit niedlichen Tieren mehr Freude als der alltägliche Kampf mit potenziell zwielichtigen Gestalten, Verkehrssündern oder Aktenbergen. Das gilt auch für die Männer und Frauen in Blau (früher grün), die Pressemitteilungen zu berichtenswerten Vorfällen verfassen. Um das zu illustrieren, drucken wir heute die mit Tierliebe geschriebene Polizeimeldung über den theoretisch verkehrs- und natürlich (für die Tiere) lebensbedrohlichen Ausflug einer Nilgansfamilie am Mittwoch auf auf der L 471 im Original-Ton ab.

„Es war einmal an einem Mittwochmorgen im April (10.04.2024), als Familie Nilgans, bestehend aus Vater, Mutter und 13 kleinen Küken auf Abenteuerreise ging.

Während ihres Weges trug es sich zu, dass die junge Familie auch die große Landstraße 471, den sogenannten Bahneinschnitt, überqueren musste. Die kleinen Küken hatten große Angst vor dieser gefährlichen Reise, folgten der furchtlosen Mutter aber tapfer über die Straße. Der Vater folgte seiner Familie felsenfest und passte von hinten auf seine Kinder auf.

Obwohl die Familie mutig entlang der Landstraße lief, kam ihnen die Polizei Zweibrücken gemeinsam mit der Tierrettung Contwig zur Hilfe. Während der fließende Verkehr abgesichert wurde, halfen die Polizeibeamten den Tieren über die Straße bis sie von der Tierrettung eingefangen werden konnten. Der Vater versuchte zu Anfang noch mutig seine Familie zu verteidigen, erkannte dann aber auch recht schnell die guten Absichten der Helfer und ließ sich mit seiner Familie einsammeln.

Familie Nilgans wurde von den Helfern dann zur Schwarzbach gebracht, wo sie direkt ins Wasser gingen und froh waren, diesen gefährlichen Teil ihrer Reise überstanden zu haben und dies dank der Hilfe deutlich schneller als sie zunächst dachten. Uns so lebten sie glücklich und zufrieden – und setzten ihre Reise im Schwarzbach fort.“

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