1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Neuer Zweibrücker Chor „Duketown Voices“

Neuer Zweibrücker Chor „Duketown Voices“ : Neues Singen für Zweibrücken

Ein ganz neuer Chor hat sich aus erfahrenen Chorsängerinnen und -sängern und sangesfreudigen Neueinsteigern gegründet. Unter der Leitung von Oliver Duymel wollen die „Duketown Voices“ auf hohem musikalischen Niveau den „etwas anderen Chor“ entwickeln – als ein neues musikalisches Aushängeschild der Stadt.

„I’m a small part of the world“, erklang es am Donnerstagabend im Foyer der Herzog-Christian Musikschule Zweibrücken. Die zehn Sängerinnen und Sänger, am Flügel begleitet von Oliver Duymel, füllten mit ihren tragfähigen Stimmen klangschön den Raum. „Das war zum Einsingen“, erklärt der Chorleiter. Sopranistin Sonja Hahn ergänzt: „Und weil es einfach wunderschön ist.“

Denn obwohl das Lied seit dem Gospel-Workshop in Zweibrücken und der Region durchaus bekannt ist, steht der neu gegründete Chor für „etwas ganz Neues“. Dies war zumindest die Idee von Sonja Hahn, unter anderem bekannt von dem Zweibrücker Frauenkabarett „DieDo“. Sie schloss sich zusammen mit begeisterten Sängerinnen und Sängern, die alle gerne etwas Innovatives machen wollen.

Keine ganz einfache Aufgabe in einer Stadt und Region, in der es eine Vielzahl guter Chöre gibt, die sich mutig immer wieder neuen Herausforderungen und ganz neuer Chorliteratur widmen. „Wir sind alle offen und wollen gemeinsam etwas entwickeln. Das ist etwas anderes, als sich einem bereits bestehenden Chor anzuschließen“, erklärt Sonja Hahn den besonderen Reiz. Und auch die Motivation für Oliver Duymel, neben seinen Bottenbacher „Soundladies“ und dem Riedelberger Kirchenchor sowie den „Voices of the Mill“ einen weiteren Chor zu übernehmen.

Umso mehr erstaunt der Name, den sich die insgesamt zwölf Singenden schließlich in einer demokratischen Abstimmung gaben: „Duketown Voices“. „Der Chor soll etwas mit Zweibrücken zu tun haben. Wir sehen uns als ein musikalisches Aushängeschild der Stadt“, erklärt Initiatorin Sonja Hahn. Denn seit der Auflösung der Zweibrücker „Rosenkinder“, aus denen tatsächlich einige der Chorsängerinnen erwachsen sind, gibt es keinen „Zweibrücken Chor“ mehr.

„Duketown voices“ – Herzogstadt Stimmen – erinnert an den Glanz Zweibrückens, ehrt die Geschichte der prosperierenden Stadt. „Englisch klingt besser“, war sich der Chor, der sich mit großer Mehrheit für diesen Namensvorschlag entschied, einig. Dabei soll keineswegs nur englische Chorliteratur gesungen werden, sondern auch Deutsch und international.

Die Voraussetzung: Ausgefallen und unbekannt muss es sein und allen Spaß machen. Denn dieser steht für die insgesamt neun Sängerinnen und drei Sänger, die immer donnerstags ab 19.30 Uhr in der Musikschule proben, im Mittelpunkt. Als Aushängeschild der Stadt hängt auch der musikalische Anspruch entsprechend hoch. Dennoch braucht, wer mitsingen möchte, weder Chorerfahrung, noch muss er Noten lesen können. „Aber gut singen und ein Gefühl für Stimme haben!“, betont Sonja Hahn, die, wie viele andere Gründungsmitglieder, über solistische Erfahrung verfügt.

Dabei ist es für einige die erste Chorerfahrung, weil sie für ihr Leben gerne singen. Manche Sänger finden in dem neuen Chor den Spaß, den sie andern Orts für sich vermisst haben, etwa, weil das Repertoire trotz der netten Gruppe einfach nicht gepasst hat. Deshalb hoffen die „Duketown Voices“ auf Sängerinnen und Sänger, die zu ihren Stammchören gerne noch etwas ganz Neues machen wollen und Sangesfreudige, die bislang ihren Traumchor noch nicht gefunden haben. „Manchmal liegt es auch einfach am Wochentag“, weiß Oliver Duymel. Der Chor lädt ein: „Am besten einfach kommen und mitsingen. Dann sieht man auch, wie die Chemie passt.“ Denn ein freundschaftliches Miteinander ist die beste Grundlage für Freude und Erfolg.