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Burg- und Schlossmuseum: Neue Exponate in der Gustavsburg

Burg- und Schlossmuseum : Neue Exponate in der Gustavsburg

Saisonstart: Der Heimatverein Jägersburg öffnet am 6. Mai das Burg- und Schlossmuseum.

(red) Am Sonntag, 6. Mai, öffnet das Burg- und Schlossmuseum, das der Heimat-, Kultur- und Verkehrsverein Jägersburg im Obergeschoss des Wohntraktes der Gustavsburg betreibt, erstmals für dieses Jahr wieder seine Türen. Es ist dann bis 23. September, jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Sammlungen des Museums haben durch Spenden ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung Homburg eine Erweiterung erfahren: Verkehrsdirektor i. R. Hugo Breit überließ dem Verein ein Porträt von Pierre de Salabert, der unter anderem ab 1761 im ehemaligen Schloss Jägersburg als Erzieher der Prinzen Karl August und Maximilian Josef, dem späteren ersten König von Bayern, fungierte.

Dank fürstlicher Protektion wurde er in den Adelsstand erhoben und 1770 zum Kommendatarabt der Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey ernannt. Nach dem Tod Herzog Christians IV. übersiedelte Salabert 1775 an den Hof der Gräfin Marianne von der Leyen auf Schloss Blieskaste, später zog er in ein großzügiges Palais in Homburg, das ihm sein ehemaliger Schüler Karl August und nachmaliger Herzog von Pfalz-Zweibrücken geschenkt hatte. Nach der Revolution in Frankreich beherbergte Salabert dort hochrangige Flüchtlinge aus Paris.

Seit 1793 diente der Abbé als Herzoglich Pfalzzweibrückischer Staatsminister. Ab1799 lebte er in München, wo er sich ein Palais, das heutige Prinz-Carl-Palais, nahe der Hofgartengalerie errichten ließ.

Heiner Jochum aus Sanddorf, vor seinem Ruhestand Architekt beim Hochbauamt der Stadt Homburg, zeichnete die Pläne zur Restaurierung der Gustavsburg, die 1978 bis 1981 seitens der Stadt mit Zuschüssen des Landes ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt. Jochum schenkte vier Tuschezeichnungen aus dieser Phase dem Museum.

Öffnungszeiten: jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr, bis 23. September.