1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Lebensretter: Neue Elektroden für Defibrillatoren

Lebensretter : Neue Elektroden für Defibrillatoren

Ortsbeirat Wattweiler stimmt nachträglich Ersatzbeschaffung zu.

Bei der Entscheidung waren sich alle einig: Neue Elektroden für die drei Defibrillatoren im Zweibrücker Stadtteil werden aus dem Vorortbudget bezahlt. Beim  medizinischen Gerät im Gemeindehaus war das Verfallsdatum der Elektroden abgelaufen. Der Ortsvorsteher Thomas Körner (FWG) schaffte gleich für alle drei Geräte in Wattweiler – neben dem Gemeindehaus noch in der Schule und im Sportheim des Turn- und Sportvereins – neue Elektroden für insgesamt 247 Euro an. Wegen des abgelaufenen Verfallsdatums, so Körner, sei Eile geboten gewesen.

„Es darf nicht sein, dass erst Geld ausgegeben wird und dann der Ortsbeirat im nachhinein entscheidet“, kritisierte Harald Nentwig (CDU) das Vorgehen.  Das habe die FWG früher immer beklagt. Körner hielt entgegen, dass er Nentwig elektronisch informiert habe. „Ich bin nicht der Ortsbeirat“, reagierte Nentwig unwirsch. „Wir hatten noch etwa 750 Euro im Ortsbeirat. Durch die Ausgaben für die Defibrillatoren wurde das Budget nicht überzogen und wir mussten nichts kappen“, betonte Körner.

Der Vorschlag von Udo Brünisholz (FWG), dass aus dem Budget nicht nur die Ersatzbeschaffung finanziert werden soll, sondern auch die künftige Wartung, wurde abgelehnt. Körner hatte darauf hingewiesen, dass andere Ortsvorsteher vor dem gleichen Problem stünden. Zusammen mit der Verwaltung soll eine Lösung für die Wartung gefunden werden.

Bereits in einer früheren Sitzung war entschieden worden,  dem TuS den Restbetrag für die Sanierung der Toiletten und dem Obst- und Gartenbauverein für die Jugendarbeit zukommen zu lassen.

Körner informierte auf Nachfrage von Nentwig, dass sich Wattweiler um einen W-Lan Hotspot an die Verwaltung gewandt hat. Zum Mob-Stützpunkt gebe es keine neuen Erkenntnisse, sagte der Ortsvorsteher. Er erhoffe sich Informationen von einem Ortstermin mit der Verwaltung. Nentwig hatte nach einer schriftlichen Stellungnahme der Stadt gefragt.

Die noch verbliebenen sechs Personen der Flüchtlingsintegrationsmaßnahme seien für andere Institutionen verplant, sagte Körner. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass eine Person nach Wattweiler komme.