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Narren übernehmen Zweibrücker Rathaus

Narren übernehmen Zweibrücker Rathaus

Zweibrücken. Die "Schlacht" um das Zweibrücker Rathaus dauerte am Samstagvormittag nur wenige Minuten. Dabei hatte sich Oberbürgermeister Helmut Reichling mit seinen Gefährten, darunter auch Berni Düker, Fritz Presl und Eckhart Schiller, diesmal besonders gut vorbereitet. Vor der Tür wurde eine Barriere aufgebaut, um sich der Narretei zu wehren

Zweibrücken. Die "Schlacht" um das Zweibrücker Rathaus dauerte am Samstagvormittag nur wenige Minuten. Dabei hatte sich Oberbürgermeister Helmut Reichling mit seinen Gefährten, darunter auch Berni Düker, Fritz Presl und Eckhart Schiller, diesmal besonders gut vorbereitet. Vor der Tür wurde eine Barriere aufgebaut, um sich der Narretei zu wehren. Doch Bodo Heintz vom Karnevalsverein Zweibrücken (KVZ) und seine "Truppen" des Humoristischen Karnevalsvereins Zweibrücken-Ixheim (HFZ), der Freizeitgemeinschaft (FZG) Wolfsloch und der Clubgemeinschaft Hasensteig (CGH) waren wieder einmal nicht zu stoppen. Mit Krachern und Raketen "schossen" sie das Gebäude sturmreif. Auch das Konfetti der Verteidiger konnte den Einzug des Humors nicht verhindern.In seiner Ansprache sagte Reichling, dass die diesjährige Fastnachts-Kampagne in Zeichen der bevorstehenden Krise stattfinden werden. "Die Krise in Zweibrücken ist aber schon da", so der Verwaltungschef. Er erinnerte da an die Stadtwurstkrise. Hier sollten die Narren doch Werbegemeinschaftschef Mario Facco einfach zur "Hanswurst des Jahres" wählen. Auch im Stadtrat gebe es eine Krise, die durch den Einzug der Linken im Sommer noch verstärkt werden könne. Diese sollen sich bereits einen Duden gekauft haben, um künftig Rechtschreibefehler vermeiden zu können. Reichling glaubt, dass dies allerdings nicht nutzen wird. Denn: "Wer nicht schreiben kann, kann auch nicht lesen."Zum Schluss zog der Rathauschef noch ein versöhnliches Fazit: "Krisen kommen und gehen - in Zweibrücken bleibt es schön."Bodo Heintz und die anderen Vereinsvertreter hatten für den Oberbürgermeister Goldbarren mitgebracht. Mit diesen soll nicht nur die Fastnacht in Zweibrücken gefördert werden. "Auch im Landgestüt muss einiges getan werden", sagte CGH-Prinzessin Ivonne I.Im Foyer des Zweibrücker Rathauses brachte "Eric, der Wickinger" mit Fastnachtsliedern die Stimmung zum Siedepunkt. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe wurde noch bis in die Mittagsstunden geschunkelt und gefeiert. "Krisen kommen und gehen - in Zweibrücken bleibt es schön."Helmut Reichling, Oberbürgermeister