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Mut zum Gedenken in der Öffentlichkeit

Mut zum Gedenken in der Öffentlichkeit

Es ist gut, dass am Ende des Gedenkens das Gedenken nicht beendet ist. So wird mir der gestrige Tag eindrucksvoll in Erinnerung bleiben, der Zweibrücken einmal mehr als Stadt der Trauer erlebte. Der Trauer um zwei bei einem heimtückischen Attentat in Afghanistan ermordete Soldaten aus unserer Mitte. Und aus unseren Herzen, in denen sie immer ihren Platz behalten werden

Es ist gut, dass am Ende des Gedenkens das Gedenken nicht beendet ist. So wird mir der gestrige Tag eindrucksvoll in Erinnerung bleiben, der Zweibrücken einmal mehr als Stadt der Trauer erlebte. Der Trauer um zwei bei einem heimtückischen Attentat in Afghanistan ermordete Soldaten aus unserer Mitte. Und aus unseren Herzen, in denen sie immer ihren Platz behalten werden.Sie sollen ihn aber auch greifbar erhalten - wie ihre drei Kameraden aus der Niederauerbach-Kaserne, die ihr Leben zuvor in Bosnien und Afghanistan gelassen haben. Ein Ehrenmal soll künftig an ihr Schicksal erinnern. Eine Idee, geboren aus der Mitte der Truppe, in besonderem Maße an- und vorgedacht von Stabsfeldwebel Ralf Kreutzer. Schön, wenn man weiß, dass er bei der Umsetzung seiner Idee alle erdenkliche Unterstützung erfährt.Indes, ob der Ort für das neue Ehrenmal der richtige ist? Drinnen, in der Kaserne. Also entrückt dem Sichtfeld der Bevölkerung. Warum sollte man nicht einmal darüber nachdenken, dieses Ehrenmal auf einem öffentlichen Platz der Stadt zu errichten? Wenn die Bundeswehr unverrückbarer Teil unserer demokratischen Gesellschaft ist, dann ist es das Gedenken an ihre Toten auch. Öffentlich, so dass wir es vor Augen haben...