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Musikverein Niederauerbach organisiert Kerwe

Ich lebe gerne in Niederauerbach : Der Musikverein ist immer dabei

50 Jahre und kein bisschen kerwemüde: Ab diesem Freitag wird in Niederauerbach wieder gefeiert.

Schon seit 1970, ein Jahr nach der Gründung, organisiert der Musikverein Niederauerbach (MVN) die Kerwe im Stadtteil, jeweils am ersten Wochenende im September. Thomas Ewert, 2019 neu gewählter Vorsitzender des Musikvereins, erklärt denn auch in seinem Grußwort: „In diesem Jahr können wir voller Stolz das 50-jährige Jubiläum unseres Vereins feiern“, nachdem sich 23 junge Männer im März 1969 im Gasthaus Grund zur Gründungsversammlung zusammengefunden haätten. Durch unermüdlichen Einsatz und Idealismus langjähriger Vorstandsmitglieder und aktiver Musikerinnen und Musiker sei der Verein zu dem geworden, wie er sich heute darstellt: „Ein Musikverein, bei dem die Hauptaufgabe nicht nur darin besteht, im musikalischen Bereich erfolgreich zu sein, sondern bei dem vor allem auch das gesellschaftliche Miteinander im Vordergrund steht“, so der Vorsitzende. Die Teilnahme und Förderung des kulturellen Lebens im Stadtteil, gemeinsam mit den Freunden der Arbeitsgemeinschaft Niederauerbacher Vereine, sei besonders in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Besonderer Dank gelte auch den passiven Mitgliedern, ohne deren Unterstützung und Vereinstreue eine 50-jährige Weiterentwicklung nicht möglich gewesen wäre, insbesondere bei den Arbeitseinsätzen anlässlich der traditionellen Kerwe-Veranstaltung. Es freue ihn besonders, zum Jubiläum am Sonntag, 19 Personen, davon 10 Gründungsmitglieder, für 50 Jahre ununterbrochene Mitgliedschaft ehren zu können. Auch den treuen Fans, die das Orchester zu den Auftritten begleiten, gelte ein besonderer Dank. Bereits sieben Mal besuchte der Musikverein mit großem Anhang das Oktoberfest in Calella (Spanien), wo die Besucher, unter der Mitwirkung zahlreicher internationaler Musikvereinigungen, immer gut unterhalten wurden.

Und mit der Niederauerbacher Kerwe geht’s heute für den Verein in die nächste Runde. „Wir sind erfreut, dass die Sammlung für das Kerwe-Feuerwerk von allen Niederauerbachern immer wieder so großartig unterstützt wird“, so Hans Werner, stellvertretender Vorsitzender und „Motor“ des Vereins. Möglichst vielen Menschen, insbesondere der Jugend, im Verein eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten (sei es beim Musizieren, Zuhören oder bei geselligen Veranstaltungen) habe sich der MVN zur Aufgabe gemacht. Das Gasthaus „Alte Brauerei Grund“ sei, seit der Verein dort aus der Taufe gehoben wurde, noch immer Vereinslokal. Der Mann der ersten Stunde und langjährige musikalische Leiter, Alfons Marschall, wurde 2004, nachdem er in den Ruhestand ging, für seine Verdienste zum Ehrendirigenten ernannt. Bis 2015 übernahm Peter Bastian diese Rolle, ehe die langjährige Musikerin Heike Ewert zur Nachfolgerin gewählt wurde. Die Besetzung des Orchesters vereint Blasinstrumente wie Trompeten, Posaunen und Saxophone mit Akkordeon, Keyboard und Rhythmusgruppe. In erster Linie bieten die vielseitigen Instrumentalisten Unterhaltungsmusik, aber auch kulturelle und kirchliche Veranstaltungen werden musikalisch umrahmt. Die Proben des Orchesters finden jeden Donnerstag ab 20 Uhr im eigenen Proberaum, einem Nebengebäude der „Alte Brauerei Grund“ statt. Der Proberaum diente früher der Parkbrauerei als Lagerkeller. „Interessierte Musiker sind gerne willkommen, wenn auch nur zum Schnuppern“, wirbt der Vorstand.

 Thorsten Gries, Vorsitzender der AG Niederauerbacher Vereine.
Thorsten Gries, Vorsitzender der AG Niederauerbacher Vereine. Foto: Volker Baumann
 Ich lebe gerne in Niederauerbach
Ich lebe gerne in Niederauerbach Foto: SZ/Steffen, Michael
 Der „Auerbacher Kreisel“ trennt den Stadtteil Niederauerbach von der Zweibrücker Innenstadt.
Der „Auerbacher Kreisel“ trennt den Stadtteil Niederauerbach von der Zweibrücker Innenstadt. Foto: Volker Baumann

Thorsten Gries, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Niederauerbacher Vereine, ist ebenfalls stolz auf den Musikverein, der, nicht nur im Stadtteil, schon zu einem Markenzeichen und Werbeträger geworden ist. Auch ein Generationswechsel habe dort stattgefunden und man sei immer „up to date“. Darüber hinaus erfreut es Gries aktuell, dass in seiner „heimlichen Hauptstadt“ das Gewerbegebiet durch Übernahmen weiter am Leben gehalten werde. „Wir sind froh, dass sich auch neue Betriebe angesiedelt haben und wir sind froh, dass unser „Dorfleben“ mit dieser Infrastruktur erhalten bleibt“, nennt er die positive Entwicklung. „Schön wäre auch die Weiterentwicklung von Baugebieten“, spricht er den momentanen Engpass auf diesem Sektor an. Im Gastronomie-Bereich erhofft er sich einen „goldenen Herbst“ mit vielleicht zwei Neueröffnungen im Ort. Das zurzeit nicht bewirtete Naturfreundehaus in der Heilbach solle wieder zum Anlauf- und Anziehungspunkt für viele Wander- und Naturfreunde werden, habe es doch eine ideale Lage und sei sogar auf einem „Barfußpfad“ zu erreichen. bav