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Dorffest: Musik und alte Landmaschinen

Dorffest : Musik und alte Landmaschinen

Großsteinhausen war am Wochenende nicht nur Zielort von Feiernden, sondern auch von Freunden historischer Schlepper.

Der Witterung zum Trotz ist das Großsteinhauser Dorffest mit „Rock am Brunnen“ zum Auftakt einmal mehr zu einer Erfolgsgeschichte für die Dorfbewohner geworden. Viele Bürger legten sich mächtig ins Zeug, damit alle zu ihrem Vergnügen kamen. Die Band Bombshells verdiente sich dabei ein Extralob.

Im letzten Jahr habe der Sieg über Italien dazu geführt, dass erst spät  die Musik so richtig zum Bewusstsein der  Besucher gekommen sei, erinnerte sich Bombshells-Sängerin Dani. Und weil es zwischen der Band und den Zuhörern am Brunnen anfangs eine „Kluft“ gab, schritt die Sängerin zur Selbsthilfe. Mit dem Mikro in der Linken und singend dazu, packte sie mit rechts die Stehtische und sorgte dafür, dass die Besucher „hautnah“ zur Bühne rückten. Der Funke konnte so viel leichter überspringen.

Rund 150 Helfer sorgten auch dieses Jahr rund um die Dorfbrunnenanlage dafür, dass das Fest ein Volltreffer wurde. „Wir haben ja dieses Jahr Kleinsteinhauser Wetter gehabt, nur dass es bei uns um den Veranstaltungsuntergrund besser bestellt ist“, witzelte Ortsbürgermeister Volker Schmitt augenzwinkernd.

Wer allerdings glaubte, dass zum Auftakt des Dorffestes mit der Live-Musik nichts los sein werde, der hatte sich getäuscht. Nach der Premiere im letzten Jahr waren viele Fans auf das Wiedersehen mit Bombshells heiß. „Das war einfach spitze, wie diese Band die Besucher fesselte und zum Mittanzen und Singen animierte“, schwärmte Schmitt.

Dabei ist der gestrige Veranstaltungstag gleichfalls wieder ein Renner gewesen, der „Pfälzische Merkur“ leistete dazu einen Beitrag. Denn die Siegerpokale für das Oldtimertreffen wurden von der Tageszeitung gestellt. Über 81 Schlepper und alte Traktoren bildeten die Kulisse rund um Kirche und Brunnen. Die Echoschützen aus Kleinsteinhausen sorgten mit ihren Böllerschüssen für einen nicht zu überhörenden Rundfahrt-Auftakt, die liebevoll restaurierten und wieder herausgeputzten Zugmaschinen waren Blickfang für kleine und große Besucher. Der Ortsbeigeordnete Berthold Lauer stellte die vierrädrigen Veteranen aus der Landwirtschaft vor, gab  Informationen und war mit den übrigen Jurymitgliedern dafür verantwortlich, dass nach der Rundfahrt die Trophäen in die richtigen Hände kamen.

Marga und Alfons Schnur aus Saalstadt wurden mit ihrem grünen Güldner mit dem Pokal für den schönsten Schlepper ausgezeichnet. Paul Kölsch aus Bottenbach war mit seinem „Lanz“ auf den zweiten Platz gekommen. Der Dellfelder Werner Keller steuerte einen roten McCormick, nach Einschätzung der Jury war dieser Traktor das drittschönste Fahrzeug. Den Pokal für die Teilnehmerin mit der weitesten Anreise nahm Angelika Weinig aus Offenbach entgegen. Sie hatte 88 Kilometer zurückgelegt, um die Traktorenschau zu bereichern. Der Bottenbacher Klaus Weber schließlich stellte einen Lanz mit dem Baujahr 1941 vor, dafür gab es gleichfalls einen Pokal.