Musik, Spaß und gute Laune

Auch nach über drei Jahrzehnten hat das Zweibrücker Stadtfest nichts von seinem Glanz verloren. Tolle Bands und Künstler, kulinarische Leckereien und vor allem viel gute Laune hieß es auch auch am vergangenen Wochenende – einmal mehr bei traumhaftem Sommerwetter.

Die Alpinrocker von VoXXclub.

"Party pur" hieß es am Wochenende in der Zweibrücker Innenstadt. Rund 100 000 Besucher feierten das Stadtfest. Auch Petrus war in bester Laune und schenkte den Gästen ein traumhaftes Sommerwetter. Bei angenehmen Temperaturen und ohne Dusche von oben waren die Voraussetzungen in diesem Jahr besonders günstig. Schon am Freitagabend herrschte ein Riesenandrang, der am Samstag noch getoppt wurde. Massen zwängten sich durch die Fußgängerzone. Teilweise ging es vor dem ehemaligen Gasthaus "Zum Hirschen" keinen Schritt mehr voran. Eilige nutzten den Weg über die Seitenstraßen. Das Stadtfest hatte neben einem fulminanten Musikprogramm auch kulinarisch einiges zu bieten. Überall stieg den Besuchern der Duft von gebratenem Fleisch, Würstchen und Süßwaren in die Nase. Nicht fehlen durften Zuckerwatte, Mandeln und bei den sommerlichen Temperaturen kühlendes Eis. Vom Schwenkbraten über feurige mexikanische Gerichte bis hin zum Elsässer Flammkuchen oder der chinesischen Frühlingsrolle - das Essensangebot war multikulturell. Es gab auch viele Standbetreiber, die Modeschmuck, Bilder und Tattoos anboten.

Die Kegelbahn gehört zum Stadtfest wie das Kofferquiz: Bereits zum 34. Mal hieß es bei der SG Zweibrücken "ab in die Vollen" und "gut Holz". Mit einem guten Auge und ein wenig Geschick und Glück konnten die Teilnehmer einen der drei Geldpreise gewinnen, wenn sie die Kegeln vor dem Bild der Feuersteins abräumten. Die erinnert auch an die Ursprünge des Festes. So sollten die Vereine Gelegenheit erhalten, am Stadtfest ein paar Mark für ihre Kassen zu erwirtschaften.

Bayerisch zur Sache ging es auf der Sommeralm auf dem Schlossplatz. Neben zünftiger Musik, deftigen Speisen und schmucken Trachten herrschte hier Biergarten-Atmosphäre pur. "Das Ambiente mit dem Schloss und den Bäumen ist ja einzigartig", schwärmte Peter Jung , der sich die Alm auch als Dauereinrichtung in der Zweibrücker Innenstadt vorstellen kann.

Das Fest bot auch wieder viele Ecken, in denen die Gäste sich von dem Trubel etwas erholen konnten. Neben dem Zelt des Lions-Club im Hof der Deutschen Bank war dies vor allem im Bereich der Heilig-Kreuz-Kirche möglich. > Seiten 16 und 17: weitere Berichte

Noch mehr Fotos vom Stadtfest im Internet unter www.pfaelzischer-merkur.de

Für die Polizei war es insgesamt ein relativ ruhiges Stadtfest. Es kam lediglich zu kleineren Auseinandersetzungen. So gerieten nach dem Polizeibericht von Sonntagmittag in der Nacht auf Sonntag gerieten zwei Männer in der Gutenbergstraße in Streit, der in einer Schlägerei endete. Ein 23-Jähriger aus Waldmohr und ein 18-jähriger Zweibrücker trugen leichte Blessuren davon. Am Freitag kam es gegen 22.30 Uhr im Bereich der Mühlstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen, wobei sich eine davon an einer auf dem Boden liegenden Glasscherbe leicht verletzte. Eine Stunde später folgte eine Schlägerei zwischen zwei 18-Jährigen. Hierbei soll einer der Männer seinem Gegenüber mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen habe. Dieser wurde leicht verletzt. Gegen ein Uhr kam es in der Maxstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei 16-Jährigen und einem 17-Jährigen. Des Weiteren kam es noch zu mehreren kleineren Streitigkeiten, die jedoch nach Polizeiangaben schnell geschlichtet werden konnten.