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moment mal Geglückte Runderneuerung oder:Neue Zeitrechnung der Festhalle Liebe Leserinnen, Liebe Leser, die Narren bilden die Ausnahme: Genau genommen sind Sie die einzigen, die so richtig etwas zu lachen haben im November

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Geglückte Runderneuerung oder:Neue Zeitrechnung der Festhalle

Liebe Leserinnen, Liebe Leser, die Narren bilden die Ausnahme: Genau genommen sind Sie die einzigen, die so richtig etwas zu lachen haben im November. Ihr Festtag ist schon immer der Elfte im Elften, der seit jeher für die meisten von uns der Monat mit dem Trauerrand ist. Volkstrauertag und Totensonntag sind neben dem Feiertag Allerheiligen ansonsten zwei der markantesten Daten in dem gerade begonnenen neuen Monat, der - zumindest für mich - so trist ist, wie das Wetter, das einen morgens nach dem Aufstehen erwartet. Wenn die Jalousien sich öffnen, blickt man, Zeitumstellung hin oder her, ins trübe Dunkel. Abends bei der Heimfahrt dämmert der Tag seinem düsteren Ende entgegen, und dazwischen wird es auch nur sporadisch hell. Und von ferne grüßt die witterungsbedingte Depression!Immerhin, in Zweibrücken ist in diesem Jahr alles anders, ein Licht im Dunkel. Denn am Mittwoch wird die neue Festhalle eröffnet. Vorbei die Zeiten, in denen drinnen so ziemlich alles verändert wurde, was die Besucher der früheren Festhalle kannten. Sie erstrahlt in neuem Glanz, die gute Stube der Stadt, die man übrigens inzwischen ohne Wenn und Aber so nennen kann, befindet sie sich doch im Besitz der Kommune. Deren oberste Vertreter blicken denn auch mit Stolz dem kommenden Mittwoch entgegen. Für diesen Tag hat sich hoher Besuch aus Mainz angekündigt. Der stellvertretende Ministerpräsident Karl Peter Bruch, in Rheinland-Pfalz als Staatsminister des Innern und für Sport bekannt, wird die offizielle Indienststellung der neuen Festhalle übernehmen. Damit endet eine rund zwei Jahre währende Bauphase, die im November 2006 begonnen hatte, rund zwölf Millionen Euro wurden in die marode Festhalle investiert - ein Schmuckstück ist draus geworden. Wahrlich ein Festtag für die Stadt, die mit Recht stolz darauf sein darf, eine solch runderneuerte Halle ihr eigen zu nennen. Als veritable Heimstätte der Kultur, natürlich als traditionsreiche närrische Hofburg der VTZ, die darin im kommenden Jahr wieder gut zweieinhalbtausend Besucher zur Herzogsnarrenfastnacht begrüßen wird, und natürlich auch als Veranstaltungs-, Kongress- und Eventhalle.Man darf gespannt sein, wie die Halle angenommen wird, die mit Leben zu füllen unser aller Auftrag ist. Immerhin: Es gibt Parameter, die den neutralen Beobachter durchaus ruhiger schlafen lassen, wenn die Rede auf die Halle kommt. Mit Roland Zadra hat ein veranstaltungserprobter gastronomischer Tausendsassa Einzug in die neue Festhalle gehalten, der als Schnittlauch auf allen Erfolgssuppen Garant dafür sein sollte, dass keine Wünsche offen bleiben. Und: Trotz einiger offener oder auch mal hinter vorgehaltener Hand geführter Diskussionen um einen potenziellen neuen Namen hat man am Ende doch eingesehen, dass die Marke Festhalle über all die Jahre ein durchweg positiv besetzter Begriff war. Und es weiter sein wird. Denn hat sich innen auch alles geändert, der Name ist Gott Lob erhalten geblieben. Michael Klein Chefredakteur