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Am Wetter kommt selbst beim Neujahrsempfang keiner vorbei moment mal Über allen Vorhersagen liegt Schneeoder: Rosarotes mit Grauschleier Lieber Leserinnen, liebe Leser, alle reden übers Wetter! Warum also sollte ich ne Ausnahme machen und das Thema totschweigen, an dem man derzeit nicht vorbeikommt

Am Wetter kommt selbst beim Neujahrsempfang keiner vorbeimoment mal

Über allen Vorhersagen liegt Schneeoder: Rosarotes mit Grauschleier

Lieber Leserinnen, liebe Leser, alle reden übers Wetter! Warum also sollte ich ne Ausnahme machen und das Thema totschweigen, an dem man derzeit nicht vorbeikommt. Insbesondere in den letzten Tagen, da die Temperaturen, die Niederschläge und die Vorhersagen der professionellen meteorologischen Auguren Achterbahn fuhren. Mit dem mehr als fragwürdigen Tipp, dass man doch ob der verheißenen Niederschläge sogar wahre Hamsterkäufe erledigen sollte, als kabarettreifen Ausreißer auf der nach oben offenen Skala der irrwitzigen Phantastereien. Ich unterstelle mal, dass viele von Ihnen sich durchaus noch daran erinnern können, dass es auch vor Jahren schon mal schneite. Auch schon mal mehr, und auch schon mal länger. Damals wusste man den Winter noch als Winter zu nehmen, kam mit den spezifischen Niederschlägen dieser Monate klar. Man schaufelte den Schnee weg, räumte den Bürgersteig und die Straßen, streute Salz - das in ausreichender Menge vorhanden war. Und kaum einer kümmerte sich drum, weil es allzu normal war. Doch heute regeln wir alles, wir haben für alles kluge Ratschläge, und im Formulieren derselben entblöden wir uns oftmals nicht. Wir sind theoretisch auch auf den Winter bestens vorbereitet, bis er praktisch kommt. So wird das Normale zur drohenden Katastrophe, nur abzuwenden durch den Rat der Fachleute. Die, wenn man sie verlässlich braucht, aber dennoch nicht da sind: Nehmen Sie unseren Fotografen Jörg Jacobi-Vogelgesang. Der tummelte sich im wunderschön verschneiten Rosengarten, bannte bizarre Szenen des winterlichen Stillebens auf Zelluloid beziehungsweise den Chip seiner Digitalkamera. Und jetzt ist der Schnee erstmal weg (wenn er nicht über Nacht gefallen ist), das Veröffentlichen der Fotos wäre ein Beleg der Inaktualität, und das gehört sich für eine aktuelle Tageszeitung nicht. Also warten wir auf Neuschnee . . . Und natürlich auch auf den nächsten Neujahrsempfang, der schon morgen ansteht. Für diesen Tag hat Oberbürgermeister Helmut Reichling die Repräsentanten Zweibrückens zum traditionellen Stelldichein geladen. Und man darf gespannt sein, welche Themen der OB in diesem Jahr in seiner gewohnt Mut machenden Rede ansprechen wird. Ein besonders Jahr für unsere Stadt, die im kompletten Jahresverlauf an den 600. Geburtstag des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken erinnern wird. Auch wenn Skeptiker durchaus kritisch anmerken, dass dieses Jubiläum eher auf dem Hinterhof öffentlichen Interesses gefeiert wird. Andere Fragen sind von größerer Brisanz: Die nachhaltige Weiterentwicklung Zweibrückens, der Kampf gegen Leerstände, die zukunftsfähige Re-Vitalisierung des City-Outlets, die wirkungsvolle(re) Verquickung der Besucher in den Style Outlets mit den Innereien unserer Stadt, geeignete Maßnahmen im Hinblick auf die fröstelnd klamme Haushaltslage. Und aus ganz aktuellem Anlass vielleicht ja auch ein paar Takte zum Runenyoga.Das alles natürlich neben den Einlassungen zum Wetter, beispielsweise dem Dank an jene Menschen, die immer dann da sind, wenn unsere Straßen und Wege durch die postmodernen Unbillen der Natur verstellt sind. Sie merken: Am Wetter kommt selbst beim Neujahrsempfang keiner vorbei, siehe oben . . . Michael Klein Chefredakteur