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Mitarbeiter des „Evangelischen“ gehen auf die Straße

Mitarbeiter des „Evangelischen“ gehen auf die Straße

Die Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses Zweibrücken sind empört über Presseartikel. Deshalb hat die Mitarbeitervertretung für diesen Freitag, 9. Januar, 15.30 Uhr, eine „Kundgebung gegen die unrichtige Berichterstattung der Rheinpfalz“ in der Fußgängerzone angemeldet.

Die Stimmung unter den Mitarbeitern des Evangelischen Krankenhauses ist am Boden. "Nach den Turbulenzen vor Weihnachten dachten wir, dass wir den Tiefpunkt erreicht hätten. Und dann platzte am Samstag die Bombe", schildert die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung , Silvia Bezold, die Gefühlslage der Kollegen. Schon am Wochenende hätten sich die Mitarbeiter zusammengesetzt und beratschlagt, was sie machen können. "Sehr viele haben eine Demonstration vorgeschlagen", sagt Bezold.

"Wir wollen zeigen, dass wir zusammenhalten" - von den Putzfrauen über das Pflege- und Laborpersonal bis zu den Kollegen in der Verwaltung. Deshalb hat die Mitarbeitervertretung für die Kollegen für Freitag, 9. Januar, 15.30 Uhr, eine Demonstration angemeldet. Diese ist laut Klaus Stefaniak, Leiter des Zweibrücker Ordnungsamtes, überschrieben mit dem Titel: "Kundgebung gegen die unrichtige Berichterstattung der Rheinpfalz".

Vom Alexanderplatz laufen die Mitarbeiter durch die Fußgängerzone zum Hallplatz, wo eine Schlussansprache stattfindet. Es gehe weniger um die rechtliche Beurteilung der Situation. Es gehe um die Stimmung, die mit Artikeln gegen das Evangelische Krankenhaus, einen der großen Arbeitgeber der Rosenstadt, gemacht werde.

Wegen der Stimmung seien für die Mitarbeiter die letzten Tage teilweise "ein Spießrutenlaufen" gewesen, klagt Bezold über die erhebliche psychische Belastung der Mitarbeiter. Es gehe immerhin um die Arbeitsplätze der rund 380 Beschäftigten im Krankenhaus. "Auf unserem Rücken wird ein Kampf ausgetragen", meint Bezold. "Es geht uns ans Herz." Die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung setzt auf die Unterstützung der Mitarbeiter.