Mit Talent und Technik

Mädchen und Jungs aus Zweibrücken und Syrien haben gemeinsam in der Zweibrücker Jugendkunstschule einen Kalender für 2017 erarbeitet. Zu sehen sind Arbeiten in den verschiedensten Techniken.

"Dieses Kalenderprojekt haben wir im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Zweibrücken durchgeführt, es wurde vom Familien-Ministerium im Rahmen des Bundesprogramms ,Demokratie leben' angeboten und unterstützt", sagt Jürgen Ecker, Künstlerisch-pädagogischer Leiter der Jugendkunstschule (Jukuschu) Zweibrücken . Projektverantwortlicher war Jochen Schael. Der Kalender enthält für jeden Monat ein Blatt im Format DIN A4 mit einem Abbild eines Kunstwerks, das von einem Kind gefertigt wurde.

Verschiedene Maltechniken

Zu sehen sind Arbeiten in den verschiedensten Techniken. Die Betrachter werden viel Freude an den Bildern haben, die vom Talent und der "Kunstfertigkeit" der kleinen Künstler zeugen. "Nicht zu vergessen unsere didaktisch erfahrenen Kunsterzieher im Hintergrund", fügt Jochen Schael hinzu. Und da der Jahreskurs Bildende Kunst und der Migrationskurs gleichen Themas zusammengelegt sind, auch wieder im kommenden Jahr, treibt die Integration schönste Blüten, wie die Kalenderbilder zeigen. Leonie Ettmann, neun Jahre alt, hat einen laubfreien Baum ganz in dunklem Blau gemalt auf leicht hellerem Blau mit minimalem Grün und weiß bewölktem Himmel. "Woher nimmst du den blauen Baum, gibt es blaue Bäume"? "Wir sollten einen Baum malen, den es eigentlich so nicht gibt, also malte ich einen blauen Baum; Blau ist auch meine Lieblingsfarbe", antwortet sie lebhaft.

Im Gespräch finden wir heraus, dass Blau auch eine kalte Farbe ist, blau ist kalt. So weist der Baum ganz nebenbei auf winterliche Kälte hin, beigemischtes durchschimmerndes Grün, das der Baum ja genetisch in sich trägt, lässt neues Leben erahnen, den Frühling eben. Leonie ahnt die Zusammenhänge.

Jan Wallé ist acht Jahre alt und malte für den März einen großen Trecker. "Ich mag Trecker sehr mit ihren riesigen Rädern", sagt Jan. Und so setzte er ihn in eine (relativ) zierliche Landschaft, da fährt er nun durch.

500 Exemplare

"500 Exemplare haben wird gedruckt, sie kosten nichts, wir verschenken sie", sagt Schael. Wer Glück hat, kann noch einen in der Jukuschu bekommen, in der Hofenfelsstraße 53, der alten Hauptschule Nord. Das neue Programm für 2017 liegt auch schon vor. Viele, viele verschiedene Kurse werden angeboten. Also einfach mal vorbeischauen.

Weitere Infos zum Angebot und den Terminen 2017 finden Interessierte im Internet unter www.jukuschu-zw.de