Mit der S-Bahn nach Mainz

Zweibrücken. Um 15.54 Uhr endete gestern die Narrenherrschaft in Zweibrücken. Der Präsident des Karnevalvereins Zweibrücken, Bodo Heintz, überreichte Oberbürgermeister Helmut Reichling den Stadtschlüssel. Damit endete für die Narren "eine schöne und lange Session", meinte Bodo Heintz.Und sie endete mit einem Umzug, wie ihn selbst der KVZ-Präsident "noch nie erlebt hat

Zweibrücken. Um 15.54 Uhr endete gestern die Narrenherrschaft in Zweibrücken. Der Präsident des Karnevalvereins Zweibrücken, Bodo Heintz, überreichte Oberbürgermeister Helmut Reichling den Stadtschlüssel. Damit endete für die Narren "eine schöne und lange Session", meinte Bodo Heintz.Und sie endete mit einem Umzug, wie ihn selbst der KVZ-Präsident "noch nie erlebt hat. So viel Leute haben noch nie mitgemacht". Und Bodo Heintz hat schon zig Umzüge mitgemacht. 30 Gruppen mit rund 650 Teilnehmern und fünf Musikgruppen mit 150 Musikern. Nach Einschätzung des Verkehrsamtsleiters Thilo Huble waren es rund 30 000 Zuschauer. Schon in der Saarlandstraße standen die Menschen auf beiden Seiten schon in Doppel- und Dreifachreihen. "Das ist toll", sagte der stellvertretende Vorsitzende des SVN, Jürgen Jahn.

Die Zuschauerzahl imponierte auch dem früheren Oberbürgermeister und Vorsitzenden des Verkehrsvereins, Jürgen Lambert: "Das ist doch ein Grund, dass der Verkehrsverein Verein des Monats wird." Überrascht war Lambert, dass der Umzug von einer bisher unbekannten Bewerberin um das Amt der Rosenkönigin angeführt wurde. "Auch Rosen welken einmal", meinte lachend eine Zuschauerin.

Am Komiteewagen hatte der KVZ den Chefsessel des Rathauses angebracht. Denn im Herbst steht in Zweibrücken der "Thron-Wahl-Krampf" an. "Mir ist es egal, wer unter uns Narren OB ist", sagte ein Mann, der unbekannt bleiben wollte. Der Wahlkampf zeigte sich auch danach. Die CDU-Stadtratsfraktion hatte eine S-Bahn mit Schaffner Michael Wöhler dabei. Die SPD-Stadtratsfraktion warb für "de Fritz und de Kurt" bei der anstehenden Landtags- und der OB-Wahl. Die Montagsspaziergänger gegen Atomkraft "haben sich wohl verspätet", sagte Bodo Heintz. Sie waren diesmal an einem Dienstag unterwegs.

"Zweibrücken ist eine Fasnachtshochburg", stellte der KVZ-Präsident fest. Denn neben dem Karnevalverein waren auch die anderen fünf Fasennachtsvereine mit dabei. Heintz: "Das ist jetzt einer mehr als in Kaiserslautern." Der frühere Präsident der FZGW Wolfsloch, Siggi Klensch, trug aber in diesem Jahr statt der blauen Jacke die orange Kluft des Entsorgungsbetriebs, der gleich nach dem Umzug wieder aufräumte.

Die Stadtverwaltung war mit einem siebensitzigen Conference-Bike unterwegs. "Jo Rad fahre kenne ihr", wurde dem Oberbürgermeister und den Mitarbeitern vom Straßenrand zugerufen. Einen neuen Service hätte das Reisbüro Rothhaar angeboten. Schwächelnde Umzugsteilnehmer hätten mitfahren können. Aber nach Aussage des Ordnungsamts verlief der Umzug "sehr ruhig". > Seite 18: Fotoseite "So viele Leute haben noch nie mitgemacht!"

KVZ-Präsident

Bodo Heintz

Auf einen Blick

Mitwirkende des Zweibrücker Fasnachtsumzugs: Karnevalverein Zweibrücken, Club-Gemeinschaft Hasensteig, Freizeitgemeinschaft Wolfsloch, Humoristischer Fasenachtsverein, Freizeitgemeinschaft Ixheim, Zweibrücker-Fasenacht-Freunde, Die Rothenberger, Die närrischen Zwei, Deutsches Rotes Kreuz, SV 64 Zweibrücken, Saga-Reitschule Felsbachtal, Opel-Tuning-Crew Hornbachtal, Opel-Freunde-Saarpfalz, Motor-Sport-Club Breitenbach, Heimat- und Kulturverein Dudweiler Nord, Lautrer Jungs Zweibrücken, BKG Blieskastel Nix wie druff, Freunde der Stadtkapelle Zweibrücken, Edeka Aktiv Markt Ernst, Campingplatz Zweibrücken, dm-Markt, Omnibus Rothhaar, Holzbearbeitung Schneider, Getränke Fehrentz und Space Light, Stadtverwaltung Zweibrücken, SPD Stadtratsfraktion und Juso Stadtverband, CDU-Stadtratsfraktion sowie Zweibrücker Anti-Atom-Montagsspaziergang.

Musikgruppen: Stadtkapelle Zweibrücken, Musikverein Schwarze Husaren Kleinsteinhausen, Fanfarenzug DJK Bexbach, Musikverein Bruchmühlbach sowie Trommelschule Tam Tam Zweibrücken. sf