Mit dem Taxi zum Schwitzbad

Seit gestern beraten Experten aus verschiedenen Gebieten über die konkrete Ausgestaltung der vom Land geförderten Stadt-Umland-Strategie. Dabei sollen auch die Vorschläge berücksichtigt werden, die Bürger gemacht haben.

Ein Flugmuseum am Zweibrücker Flughafen, ein barocker Weihnachtsmarkt, eine Seil- oder Zahnradbahn in die Zweibrücker Innenstadt oder nach Contwig, ein interkommunaler Ausbau Windenergie oder ein "Thermaltaxi" ab Zweibrücken in nahegelegene Thermen. Das sind nur einige Bürgervorschläge für die Ausgestaltung eines einheitlichen Stadt-Umland-Konzeptes, das vom Land Rheinland-Pfalz gefördert werden soll. Diese und viele andere Anregungen aus drei Bürgerveranstaltungen in Zweibrücken , Dellfeld und Wallhalben sind nun online einsehbar (wir berichteten).

Und wie geht es nun damit weiter? Gestern ging die Erarbeitung des Stadt-Umland-Konzeptes in eine neue Phase: Nach Auskunft von Zweibrückens Stadtsprecher Heinz Braun trafen sich erstmals die Teilnehmer von fünf Workshops, um die großen Themenbereiche Wirtschaft, Tourismus, Energie, Gesundheit und Demografie sowie Raum- und Siedlungsfragen und Flächenmanagement zu bearbeiten.

Die beteiligten Kommunen - die Stadt Zweibrücken , die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben und der Landkreis Südwestpfalz - haben dazu pro Workshop jeweils um die 15 Vertreter aus Wirtschaft, Tourismus, Umweltschutz und der Kommune eingeladen. Bei deren Arbeit an einem einheitlichen Konzept seien die Ergebnisse aus drei Bürgerveranstaltungen eine wichtige Grundlage. "Bis Ende des Jahres sollen konkrete Ergebnisse vorliegen", sagte Braun gestern. Dann soll das damit beauftragte Beratungsunternehmen ExperConsult das endgültige Konzept vorstellen. Für dessen Erarbeitung stellt das Land 144 000 Euro zur Verfügung. wie viel am Ende in die Umsetzung der Ideen fließe, hänge von den konkreten Ergebnissen ab, so Braun.

Bislang ist man mit der Resonanz in der Bevölkerung zufrieden: "Viel mehr Bürger als erwartet nutzen die Möglichkeit, sich an der Erarbeitung des Konzepts zu beteiligen", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Insgesamt seien bislang 200 Bürger dabei gewesen. Und: Auf der Internetseite des Projektes kann man auch weiterhin Vorschläge machen. Zudem können die Anregungen in einem neu eingerichteten Forum diskutiert werden.

Dort könnte es bald zum Beispiel um eine bessere Vernetzung der Fahrradwege zwischen dem Bliesgau und dem Zweibrücker Umland gehen. Oder um einen flächendeckenden Breitbandausbau, eine zentrale Touristeninfo in Zweibrücken am Herzogsplatz oder einen Fahrservice für Ältere in Dörfern ohne Arzt - weitere Vorschläge, die Bürger gemacht haben.

stadt-umland-konzept.de