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Minigolf-Anlage in Zweibrücken nach Neugestaltung wieder eröffnet

Minigolf-Anlage in Zweibrücken nach Neugestaltung wieder eröffnet : Viel Lob für runderneuerten Minigolfplatz

Der kleine Ball rollt wieder: Die Minigolf-Anlage ist am Samstag unter neuer Regie wiedereröffnet worden.

Seit Samstag kann in Zweibrücken wieder Minigolf gespielt werden. Darauf haben viele offensichtlich schon lange gewartet. Der in den vergangenen Monaten generalsanierte und mit neuen Bahnen bestückte Platz an der Zweibrücker Schließ steht jetzt unter der Obhut des Deutsche Roten Kreuzes (DRK) als Betreiber und Mieter bei der Gewobau Zweibrücken. Herzstück sind natürlich die achtzehn neuen Bahnen, die auf dem bekannten Terrain installiert wurden und die in die Jahre gekommenen und marode gewordenen alten Bahnen ablösen.

Was noch etwas fehlt ist die optimale Begrünung zwischen den Spielfeldern, während der aktuellen Trockenheit nicht einfach zu lösen, aber keinesfalls den Spielspaß mindernd.

Am Eröffnungstag suchten die meisten denn auch gleich den Weg zu beschatteten Bahnen unter den alten Baumbeständen, da die Sonne gleich ihren Einfluss auf das Spielgeschehen geltend machte und selbst Minigolf zur schweißtreibenden Sportart werden ließ. Wo die Bäume keinen Schatten spenden konnten, hatte das DRK stellenweise große Ampelschirme aufgestellt, um den Spielern den Rundgang oder eine Wartephase zu erleichtern.

Apropos Wartephase – die gab es schon gleich am ersten Nachmittag, denn bereits um 17 Uhr, drei Stunden nach der Eröffnung, hatten 47 Erwachsene und 17 Kinder das Kassenhäuschen passiert und sich mit geliehenen Schlägern auf den Rundkurs gemacht. Heinz Denser aus Zweibrücken hatte sich deshalb als Alleinspieler eine individuelle Reihenfolge ausgesucht und dabei die belegten Bahnen erst mal umgangen, um dann wieder zurückzukehren. „Ich bin sehr froh, dass hier was gemacht wurde, denn ich spiele gerne Minigolf und habe früher auf dem alten Platz schon gespielt“, erläutert er sein Faible für die abgespeckte Golf-Variante. Früher hätten mehr Bäume Schatten gespendet, aber auch mehr Laub und Schmutz auf den Bahnen hinterlassen. Die neuen Bahnen seien sehr gut zu spielen.

Dieser Meinung ist auch Julia Selke aus Mittelbach, die mit Sohn Nils zum Turnier antrat. „Die alten Bahnen waren einfach nicht mehr bespielbar, sie waren buckelig, kaputt und es fehlten sogar Teile und Hindernisse.“ Jetzt mache es wieder echt Spaß, und man müsse nicht mehr weit fahren, um seinem Hobby nachgehen zu können.

Walter Stepp aus Zweibrücken lieferte sich zum Spaß mit einem Freund sogar ein Double auf einer Bahn, die er für die schwierigste auf dem Parcours hielt. Zu zweit geht’s ja vielleicht besser. „Wir beiden Rentner kommen schon jahrelang hierher und sind froh, dass es jetzt wieder losgeht“, freut er sich über den neuen Spielbetrieb, merkt allerdings auch an, dass die Startgebühr sich gegenüber vorher satt erhöht habe. Einer früheren Zehnerkarte für 15 Euro stünde jetzt eine Einzelkarte für vier Euro gegenüber. Sollten Zehnerkarten für 30 Euro eingeführt werden, sei das Ganze wieder angemessen, so die Meinung der beiden. Nichtsdestotrotz sei das Spielvergnügen groß, obwohl – so Stepp scherzhaft – eine Bahn scheinbar nicht im Blei liege. „Ich muss da mal morgen die Wasserwaage anlegen“, scherzt er und versucht sich weiter an den schwierigen Hindernissen.

Für Abkühlung der Spieler sorgen Getränke und Eis, die am Eingang ausgegeben werden und ab und zu trägt eine kleine mobile Imbissbude des DRK, ein sogenannter „Food-Trailer“, auch zu deren Stärkung bei. „Hole-in-One“ ruft da jemand an der Bahn, die angeblich nicht im Blei liegt.

Nils Selke freut über seinen Erfolg. Foto: Volker Baumann
Das DRK-Team fährt ab und zu mit einem Imbisswagen vor. Foto: Volker Baumann
Gut besucht: Am Samstagnachmittag herrschte an den Minigolf-Bahnen trotz der brütenden Hitze reges Treiben. Foto: Volker Baumann

www.drk-minigolf.de">