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Menschen mit ausländischen Wurzeln wählen ihren Beirat

Menschen mit ausländischen Wurzeln wählen ihren Beirat

Am 23. November wird der Beirat für Migration und Integration neu gewählt. Wählen können alle ausländischen Bürger, Menschen mit Migrationshintergrund oder deutsche Staatsbürger, die nicht in Deutschland geboren sind (ab dem 16. Lebensjahr). Der Beirat werde immer häufiger gebeten, bei Problemen zu helfen, erklärt der Vorsitzende Kurt Liebmann.

Der Beirat für Migration und Integration in Zweibrücken übernimmt zwei Aufgaben. Zum einen unterstützt das Gremium den Stadtrat und die Verwaltung bei Fragen der Integration. Zum anderen helfen die Mitglieder des Beirats Ausländern oder Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, bei Fragen und Problemen. "Das ist in den letzten Jahren mehr geworden", sagt der Vorsitzende Kurt Liebmann, der schon zehn Jahren im Beirat mitarbeitet, im Gespräch mit dem Merkur. Die Einrichtung und deren Möglichkeit habe sich inzwischen durch "Mund-zu-Mund-Propaganda herumgesprochen", vermutet Liebmann. Neben den monatlichen Sprechstunden gebe es viele telefonische Anfragen. Am Sonntag, 23. November, wird der Beirat für Migration und Integration neu gewählt. Wählen können alle ausländischen Bürger , Menschen mit Migrationshintergrund oder deutsche Staatsbürger, die nicht in Deutschland geboren sind, und zwar ab dem 16. Lebensjahr.

Während Ausländer registriert sind und von der Stadtverwaltung angeschrieben werden, sei dass bei deutschen Staatsbürgern nicht erkennbar, sagt Stadtsprecher Heinz Braun auf Anfrage unserer Zeitung. Diese Personen können sich im Rathaus für die Beiratswahl einschreiben. Auch noch am Wahltag. Im Beirat sind acht Frauen und Männer aus acht Herkunftsländern vertreten. Wie vor fünf Jahren wird es eine Persönlichkeitswahl geben. Das heißt: Auf einem Stimmzettel werden in Zweibrücken wohnende Personen vorgeschlagen, die gewählt werden können. "Dazu suchen wir noch Interessierte", sagt Liebmann. Bis Montag, 13. Oktober, können sich interessierte Personen, auch Deutsche, beim Vorsitzenden Liebmann melden, Telefio (0 63 32) 1 38 31, oder der Stadt, Tel. (0 63 32) 871-121.

Neben den acht bei der Wahl gewählten Mitgliedern können bis zu vier Stadträte in den Beirat bestimmt werden. Bei den konkreten Fragen von Ausländern sei der "sehr gute Kontakt" zum Ausländeramt und der übrigen Stadtverwaltung hilfreich, sagt Liebmann. "Das ist, wie ich schon gehört habe, nicht in allen Städten der Fall."

Neben der Hilfe bei konkreten Fragen ist der Beirat bei der Organisation des Begegnungsfestes, des Café International oder bei Sprachkursen eingebunden. Vor allem die Sprachförderung von "Quereinsteigern" sei problematisch. "Im Kindergarten läuft das Lernen der Sprache recht gut. Aber Kinder und Jugendliche, die ohne deutsch zu können, in die Schule müssen, haben ein Problem. Das wollen wir angehen."