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Mehr Straftaten im Raum Südwestpfalz

Mehr Straftaten im Raum Südwestpfalz

Die Kriminalitätsrate ist im vergangenen Jahr in der Region deutlich gestiegen. Im Raum Südwestpfalz gab es 2014 etwa elf Prozent mehr Straftaten als im Jahr zuvor. Besonders stark gestiegen sind die Betrugsfälle.

Die Zahl der Straftaten im Bereich der Polizeidirektion ist um elf Prozent gestiegen. Von 8704 (die falsche Zahl in der Grafik konnte aus technischen Gründen nicht mehr geändert werden) auf 9666 Fälle. "Die Zahl liegt aber unter dem Mittel der letzten zehn Jahre", erklärte der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Pirmasens , Stefan Bauer, bei der Vorstellung der Kriminalitätsentwicklung 2014 in der Südwestpfalz. Seit 2009 war die Zahl der Straftaten stets zurückgegangen.

So stieg allein die Zahl der Betrugsfälle von 961 auf 1428. "Eine besondere Rolle spielt die Internetkriminalität", sagte der stellvertretende Leiter der Kriminalinspektion Pirmasens , Gerhard Andreas. Wenn die Polizei in dem Bereich aktiver werde, stiegen die Fallzahlen. Zudem habe sich das Anzeigeverhalten in dem Bereich erhöht. Bauer nannte zwei Personen, die allein für über 60 Fälle verantwortlich seien.

Auch die Straßenkriminalität ist von 1889 Fälle auf 2109 gestiegen. "Gerade diese Kriminalität beunruhigt die Bevölkerung", sagte Bauer. Das Sicherheitsgefühl wird auch von Wohnungseinbrüchen berührt. Hier ist die Zahl von 179 auf 217 gestiegen. Trotz der Steigerung im vergangenen Jahr passiere im Bereich der Polizeidirektion Pirmasens , der die Städte Pirmasens und Zweibrücken sowie den Landkreis Südwestpfalz umfasst, "in Summe weniger als im Bereich des Polizeipräsidiums Westpfalz". Dazu gehören die Landkreise Kusel, Kaiserslautern und Donnersbergkreis sowie die Stadt Kaiserslautern. Bauer macht das an der so genannten Häufigkeitsziffer - die Zahl der Fälle pro 100 000 Einwohner - fest.

Diese liegt in der gesamten Westpfalz bei 6711, in der Südwestpfalz bei 5716, in der Stadt Zweibrücken bei 7165, im Landkreis Südwestpfalz bei 3510 und der Stadt Pirmasens bei 9917. In Zweibrücken stieg die Zahl der Straftaten um knapp fünf Prozent von 2328 auf 2442. Das sind immer noch 320 Fälle unter dem zehnjährigen Mittel. In zwei Deliktfeldern liegen die Zweibrücker Zahlen vor den Zahlen der Stadt Pirmasens : bei den schweren Diebstählen und den Pkw-Aufbrüchen. Der stellvertretende Inspektionsleiter Michael Hummel führt das auf eine Serie von Kfz-Diebstählen zurück. "Die Straftaten sind aufgeklärt und die Täter abgeurteilt", sagte Hummel.

Auch bei den Rauschgiftdelikten liegt Zweibrücken an der Spitze. Hummel führte das wie schon in den vergangenen Jahren auf die Justizvollzugsanstalt zurück (wir berichteten). Wobei Andreas sagte, dass innerhalb der JVA eine organisierte Tätergruppe aufgeflogen sei. "Das hat dazu geführt, dass in der JVA die Kontrollen verbessert wurden."