Mehr Raum und neues Pflaster

Zweibrücken. "Der Entwurf hat sich durch Großzügigkeit und viel Freiraum qualifiziert", begründete die Professorin für Landschaftsarchitektur im öffentlichen Raum der TU München, Regine Keller, die Entscheidung der Jury für den Siegerentwurf

Zweibrücken. "Der Entwurf hat sich durch Großzügigkeit und viel Freiraum qualifiziert", begründete die Professorin für Landschaftsarchitektur im öffentlichen Raum der TU München, Regine Keller, die Entscheidung der Jury für den Siegerentwurf. Die Jury mit Vertretern des Zweibrücker Stadtrats sowie Fachleuten beurteilten gestern die Vorschläge der sechs Büros, die am Wettbewerb "Aufwertung der Fußgängerzone und des Alexanderplatzes" teilgenommen haben.Nach den Worten von Bürgermeister Heinz Heller sei bei der Begutachtung zwar "auch ein bisschen gestritten worden". Aber am Ende seien die Juroren bei der Entscheidung über die anonymisierten Entwürfe "einige" gewesen, wie Regine Keller zufrieden feststellte. Nach Einschätzung des Bürgermeisters hätten die beiden Siegerentwürfe die Vorgaben "hervorragend gelöst. Die Entwürfe sind eine gute Grundlage für die Aufwertung der Fußgängerzone und des Alexanderplatzes."

Den ersten Preis erhält der Landschaftsarchitekt Stefan Laport aus Battweiler. "Da das Verfahren anonym war, war das nicht bekannt. Aber es ist schon gut, wenn der Planer vor aus der Nähe kommt und schnell vor Ort ist", meinte Keller. Auf Platz zwei landete das Büro Bauconzept aus Lichtenstein (Sachsen). Den dritten Platz belegte das Büro Molter-Linnemann, Kaiserslautern. Eine Anerkennung erhielt auch das Büro Ernst und Partner aus Trier.

Bei der Bewertung des Siegers verdeutlichte Regine Keller, dass zum Beispiel die Neugestaltung des Alexanderplatzes sowohl den Marktplatz erhält als auch Platz lässt für größere Veranstaltungen. Durch die Reduzierung auf zwei Pflastertypen, wobei die noch offen seien, werde die Fußgängerzone insgesamt ruhiger. Ebenso durch zurückhaltendere Möblierung. Wichtig sei auch, dass bei dem Siegerentwurf die meisten Bäume stehen bleiben.

Laut Heller blieben alle Entwürfe in dem Kostenrahmen von 1,8 Millionen Euro. Bei der Umsetzung würden die Geschäfte "nicht lange leiden", sagte Oberbürgermeister Helmut Reichling. Die Situation des Zentralen Omnibusbahnhofs ist noch nicht endgültig geklärt. Außer, dass der ZOB am jetzigen Platz bleibt. Fünf der sechs Teilnehmer hatten den Anbau an der Alexanderskirche nicht in ihrem Plan.

Die Entwürfe werden ab Montag, 16. Mai, bis Freitag, 27. Mai, vor dem großen Saal im Rathaus präsentiert. Dabei können Bürger ihre Meinung zu den Plänen äußern und Anregungen geben.