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McDonalds-Räuber findet Fluchtweg nicht

McDonalds-Räuber findet Fluchtweg nicht

Vor den Augen der Polizei hat ein Räuber in Merzig die Eingangstür eines McDonalds-Restaurants zerschlagen, um nach seinem Überfall auf eine Restaurantangestellte aus dem geschlossenen Imbiss-Lokal zu fliehen. Als der 28-Jährige durch das selbst geschlagene Loch in der Scheibe krabbelte, landete er in den Armen der Polizei. Das Saarbrücker Landgericht hat ihn jetzt wegen schwerer räuberischer Erpressung zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Zudem ordneten die Richter die Unterbringung des drogensüchtigen Räubers in einer Entziehungsanstalt an. Bereits unmittelbar nach seiner Festnahme am frühen Morgen des 8. August 2016 hatte der Beschuldigte ein Geständnis abgelegt. Das wiederholte er vor Gericht. Zudem entschuldigte er sich bei der Restaurantangestellten und erklärte sich bereit, der 26-Jährigen Schadensersatz und Schmerzensgeld zu zahlen.

Mit dem Zug sei er am Abend vor dem Überfall von seinem Wohnort im Landkreis Saarlouis nach Merzig gefahren. Er habe vorgehabt, irgendwo einzubrechen. Aber er habe kein geeignetes Objekt für einen Einbruch gefunden. Schließlich sei er vor dem noch geschlossenen McDonalds-Restaurant gelandet. Es kam eine Angestellte, um das Restaurant zu öffnen. Er habe die Frau mit dem Messer bedroht und gezwungen, ihn zum Tresor des Restaurants zu bringen. Dort musste die junge Frau, die seit der Tat psychisch leidet, ihm Geld in einen Rucksack und eine Tasche stecken. Dann sperrte er die Frau in ein Büro ein und wollte fliehen. Im Dunkeln fand der Angeklagte allerdings weder die Lichtschalter noch einen offenen Ausgang. Dann sah er die Blaulichter. Er geriet offenbar derart in Panik, dass seine Flucht scheiterte.