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Marinekameradschaft Teddy Suhren spendet 1000 Euro

Marinekameradschaft Teddy Suhren : Shanties für den guten Zweck

Die Marinekameradschaft Teddy Suhren leitete die Spenden aus ihrem Adventskonzert unter anderem an die Zweibrücker Tafel und das Dekanat weiter. Der Verein freut sich auf einen neuen Chorleiter und Akkordeonspieler.

Alle Jahre wieder lädt die Marinekameradschaft Teddy Suhren in Zweibrücken zu ihrer Seemannsweihnacht ein. Jährlich wechseln die Sänger dabei zwischen der katholischen und der protestantischen Kirche. Im vergangenen Dezember fand das seemännische Weihnachtskonzert in der voll besetzten Alexanderskirche statt. Traditionell ist der Eintritt zu diesem Benefizkonzert frei. Dafür bitten die Sänger und der Verein um eine Spende für den guten Zweck.

„Die Zweibrücker sind sehr spendenfreudig“, freut sich der zweite Vorsitzende, Johann Klein, dessen Ehefrau Lilo die Kasse führt. So konnte die Vereinsspitze bei der offiziellen Spendenübergabe am Dienstag im Bonnhoeffer-Haus 1000 Euro unter drei Begünstigten verteilen.

Bei anderen Konzerten, auch jenseits der Landesgrenze, sei die Ausbeute deutlich geringer. Dennoch setzt die Marinekameradschaft weiterhin auf die Freiwilligkeit ihrer Besucher, statt Karten zu verkaufen. „Jeder soll geben, was er kann“, findet der Vorsitzende, Hans Dörrschuck. Zwischen einem Euro und sogar einem 50-Euro-Schein sei dabei alles möglich. Er betont: „Der Verein freut sich über jede Unterstützung.“

Und auch über Anerkennung. Wenn sich ein langjähriges und treues Mitglied wie Alt-OB Helmut Reichling, der bei keinem Konzert bislang fehlte, mit den Worten verabschiedet „Jetzt fängt für mich Weihnachten an“, geht den Sängern das Herz auf.

Zu seinem 25-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr ist der Chor des gut 100 Mitglieder starken Vereins noch einmal gewachsen. „Mehr als 30 Sänger sind wir jetzt“, sagt Hans Dörrschuck mit hörbarem Stolz. Gemeinsam mit Johann Klein, Schatzmeisterin Lilo Klein und dem zweiten Schatzmeister, Ottmar Wolter, übergab er symbolisch drei Schecks in einem Gesamtwert von 1000 Euro.

Jedes Jahr spendet die Marinekameradschaft 100 Euro für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. „Das ist eine bundesweite Organisation, die sich ausschließlich durch Spenden trägt und eine ausgezeichnete Arbeit leistet“, erklärte Hans Dörrschuck.

Dennoch fließen größere Beträge in lokale Einrichtungen. Den größten Anteil, erhielt das gastgebende Dekanat, nämlich 650 Euro. „Das fließt nicht in den großen Topf, sondern wir investieren es direkt für Bedürftige“, erläuterte Dekan Peter Butz sehr zur Freude der Spender. Die evangelische Sozialstelle Zweibrücken kaufe von dem Geld Gutscheine. Diese würden zu Weihnachten an Familien verteilt, die sonst keine Geschenke für ihre Kinder kaufen könnten und sie seien in den Zweibrücker Geschäften einzulösen. Peter Butz berichtet von dem sinnvollen Einsatz des geschenkten Geldes: „Ich weiß, dass viele davon warme Kleidung einkaufen.“

Gut angelegt sind auch die 250 Euro, die Annette Peetz und Edda Benien für die Zweibrücker Tafel entgegennahmen. Dort wird es unter anderem in Renovierungsarbeiten nach dem Brand investiert, den spielende Kinder verursacht hatten.

Die Marinekameradschaft engagiert sich regelmäßig auch handgreiflich bei der Tafel. „Wenn Not am Mann ist, stehen wir auch mit zehn oder 20 Leuten da“, informierte Johann Klein. Dafür können die Sänger auch einmal den großen Tafelbus ausleihen. „Gegenseitiges Geben und Nehmen, so wird daraus für alle eine Win-Win-Situation“, betonte Annette Peetz.

Damit die Marinekameradschaft auch weiterhin für den guten Zweck singen kann, gilt es, einen neuen Chorleiter und einen neuen Akkordeonspieler zu finden. Gerne auch in Personalunion. Tipps, wen man fragen könnte oder – noch lieber – Bewerbungen, nehmen die Marinekameraden gerne persönlich oder über die Homepage www.mk-zweibruecken.de entgegen.