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Mainz fördert Aufstellung von Trinkwasserbrunnen: Stadt Zweibrücken will das Angebot prüfen

Mainz fördert Aufstellung von 100 Anlagen : Neue Chance für Trinkwasserbrunnen in der Stadt?

(eck) Für die Bürger der Rosenstadt und ihre Besucher gibt es nun doch eine gewisse Hoffnung, dass künftig ein Trinkwasserbrunnen die trockenen Kehlen erfrischt – und das kostenlos.

Denn: Das Land will die Aufstellung von 100 Trinkbrunnen fördern. Das hat Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) bekannt gegeben. Jede Kommune, die einen solchen Brunnen für die Bürger aufstelle, erhalte einen Betrag in Höhe 4000 Euro. „Wir alle müssen uns an die Folgen des Klimawandels anpassen“, sagte die Ministerin bei der Einweihung der ersten beiden Brunnen in Kaiserslautern.

Und was meint die Verwaltung der Stadt Zweibrücken dazu? Stadtsprecher Heinz Braun sagt, dass er die Aktion des Landes noch nicht im Detail kenne. Die Stadt müsse sich das alles genau anschauen.

Aber es sei auf jeden Fall prüfenswert. Braun: „Das wird sicher bei der Sitzung des Stadtvorstandes ein Thema sein.“ Jedoch gibt der Stadtsprecher zu bedenken, dass die Förderung des Landes in Höhe von 4000 Euro pro Brunnen „eine Anschubfinanzierung“ sei.

Will heißen: Weitere Kosten würden natürlich auflaufen, die Trinkwasserbrunnen müssten regelmäßig gewartet und gereinigt werden; diese Folgekosten seien dann von der klammen Rosenstadt selbst zu tragen.

Mit dem Argument der leeren Kassen hatte Braun bereits dieser Tage im Merkur begründet, warum die Stadt lediglich einige wenige Wasserspender im öffentlichen Raum anbiete – und dass es aus Kostengründen nicht mehr werden könnten (wir berichteten am 1. Juli).

Einen Wasserspender gibt es lediglich im Behördenzentrum Max1 (wegen des hohen Besucheraufkommens dort) sowie an den Gymnasien (dort waren die Stadtwerke Sponsor); hinzu kommen die Wasserspiele in der Fußgängerzone, von denen aber nicht alle Trinkwasserqualität aufbieten.

Nun will Umweltministerin Höfken den Kommunen finanziell unter die Arme greifen, damit sie solche Trinkwasserbrunnen doch aufstellen.

Je Kommune sollen maximal zwei Brunnen gefördert werden, rund 50 Kommunen und Wasserwerke haben laut Höfken bereits Interesse signalisiert, für 15 Brunnen lägen konkrete Förderanträge vor. Die Landesregierung hat für die Förderung 400 000 Euro eingeplant.