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LVIM vertagt Information über Krankenhaus-Zukunft

LVIM vertagt Information über Krankenhaus-Zukunft

Kurz, schmerzlos und ohne Erkenntnisgewinn - so lief die Mitgliederversammlung des Landesvereins für Innere Mission in der Pfalz (LVIM) am Freitag in Bad Dürkheim ab. Eigentlich sollte da über den Stand der Verhandlungen mit dem Nardini-Klinikum informiert werden und sich klären, wie die Krankenhausversorgung Zweibrücken künftig aussieht (wir berichteten).

Doch die Punkte mit Zweibrücken-Bezug wurden kurzfristig in der Versammlung abgesetzt. Das sei nötig geworden, weil "letzte Abstimmungen zur Antragstellung auf Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds" noch ausstünden, so LVIM-Sprecherin Susanne Liebold. Sie ließ in der Pressemitteilung offen, ob es dabei um Landesgeld für mögliche Baumaßnahmen am Evangelischen Krankenhaus geht und/oder am Nardini-Klinikum.

Wie Sitzungsteilnehmer unserer Zeitung berichten, wurde das Aussetzen der mit Spannung erwarteten Punkte in der Sitzung damit begründet, dass der LVIM nicht telefonisch habe absagen wollen. Das hätte unnötig Spekulationen befeuern können, so die Argumentation. Eine neue Versammlung ist für Freitag, 15. April, zehn bis 12.30 Uhr, terminiert. Dann soll, so teilte der LVIM am Abend mit, über den Stand der Gespräche nicht mehr nur informiert, sondern "beraten" werden. Danach, so hieß es aus Teilnehmerkreisen, sollen die Mitarbeiter informiert werden - was auf weitreichende Veränderungen hindeutet. "Man sieht noch Möglichkeiten, etwas zu bewegen", sagte ein Sitzungsteilnehmer zu den Gesprächen über eine Fusion der beiden Zweibrücker Krankenhäuser.

Dass die Ergebnisse noch nicht spruchreif sind, hatte sich bereits in den Tagen vor der Versammlung abgezeichnet. Da hatte Liebold erklärt, die Gespräche zwischen Nardini, LVIM und Gesundheitsministerium liefen "auf verschiedenen Ebenen weiter". Wann die Ergebnisse verkündet würden, "hängt eng vom Fortgang der Gespräche der kommenden Tage ab sowie von aktuellen betriebswirtschaftlichen und juristischen Stellungnahmen".

Das Gesundheitsministerium wiederholte, dass es Geld für Umbauten lockermachen kann, wenn ihm ein Konzept vorliegt. "Sobald die Träger in ihren jeweiligen Gremien eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen getroffen haben, werden die nächsten Schritte in die Wege geleitet und gegebenenfalls weitere Partner kontaktiert", so Sprecherin Katharina Bennewitz weiter. Das könnte dann nach dem kommenden Freitag sein.