Lieber Homburger Nachtwächter!

Schon über ein Jahr drehst du deine abendlichen Runden durch unsere Nachbarstadt und erzählst historisch interessierten Nachteulen Geschichten aus der barocken Herzogzeit. Eine wirklich gute und anspruchsvolle touristische Attraktion und ein Pendant zu den kulinarischen Stadtführungen der Zweibrücker Marketenderinnen

Schon über ein Jahr drehst du deine abendlichen Runden durch unsere Nachbarstadt und erzählst historisch interessierten Nachteulen Geschichten aus der barocken Herzogzeit. Eine wirklich gute und anspruchsvolle touristische Attraktion und ein Pendant zu den kulinarischen Stadtführungen der Zweibrücker Marketenderinnen. In diesem Monat ist dein Programm anlässlich des Yorktowntages 2008 besonders originell: Für unsere amerikanischen Gäste und Freunde bietest du eine Führung "Off to America with the Night-Watchman" an und hast dafür extra ihre Sprache gelernt; Respekt! Weniger Respekt habe ich jedoch für die Art und Weise übrig, wie du den glorreichen Feldzug des Regiments Royal Deux-Ponts zur exklusiven Homburger Sache machst: In der Ankündigung ist von den Homburger Helden die Rede, die Yorktown gestürmt haben, und vom tapferen Wilhelm von Forbach, der sie angeführt hat. Ein bisschen verräterisch allerdings der Regimentsname, den du wenigstens nicht in Deux-Bourg abgeändet hast. Ich denke, man sollte den Amis schon nicht verheimlichen, dass es der Zweibrücker Herzog Christian IV. war, der seine beiden Söhne Wilhelm und Christian mit seinen Soldaten losgeschickt hat, um die Briten zu besiegen. Dass Homburg damals ein Anhängsel der Herzogstadt war, soll natürlich nicht unerwähnt bleiben. Der Archivar