Liebe Meister und Junggesellen!

Mal ganz ehrlich: Wer kann mit dieser Anrede etwas anfangen? Dabei gibt es euch bereits seit dem Wintersemester 2006/07, als man auf der Zweibrücker Fachhochschule dem Diplom Adieu gesagt und durch die Studiengänge Bachelor und Master ersetzt hat. Vorläufig überwiegen die Junggesellen, die Bachelors also, die zunächst ihr Grundstudium von sechs Semestern absolvieren

Mal ganz ehrlich: Wer kann mit dieser Anrede etwas anfangen? Dabei gibt es euch bereits seit dem Wintersemester 2006/07, als man auf der Zweibrücker Fachhochschule dem Diplom Adieu gesagt und durch die Studiengänge Bachelor und Master ersetzt hat. Vorläufig überwiegen die Junggesellen, die Bachelors also, die zunächst ihr Grundstudium von sechs Semestern absolvieren. Die Master, die nach der früheren Hochschulordnung bereits ihr Vordiplom in der Tasche haben, sind dagegen noch dünn gesäät. Doch das wird sich in den nächsten Jahren ändern. Und der Grund für die Umstellung? Der Trend der Zeit, hört man als Antwort, und eine Annährung an die Universitäten, wird mit ein bisschen Stolz hinzugefügt. Aber sollte die FH denn nicht eine berufsnahe Alternative zur akademischen Hochschule sein?Apropos Trend: Bei der Neuordnung vor zwei Jahren hat man auch an neue Studiengänge gedacht. Nun hört man, dass andernorts bereits das Fach "Wirtschaftsjurist" mit Bachelor und Master eingerichtet ist. Auch unser Justizministerium in Mainz macht sich angeblich Gedanken. Wäre da Zweibrücken nicht der geeignete Standort? Schließlich ist unsere Stadt seit fast zweihundert Jahren eine Residenz des Rechts mit allen Instanzen der Justiz vom Amtsgericht bis zum Oberlandesgericht, mit Staatsanwaltschaft und Justizvollzug. An erfahrenen Praktikern als Lehrbeauftragte und Professoren würde es folglich nicht mangeln; vielleicht jedoch an der politischen Lobby? Der Archivar