Liebe Jack O'Lanterns!

Ja, ihr seid gemeint: alle, die in dieser Woche einen Kürbis aushöhlen und ihm eine Fratze schneiden, denn so nennt man euch drüben in den USA und Kanada: Laternen-Hannes. Und lasst euch auch nicht von eurer Großmutter davon abbringen, die vielleicht über den neumodischen amerikanischen Hokuspokus schimpft: Halloween

Ja, ihr seid gemeint: alle, die in dieser Woche einen Kürbis aushöhlen und ihm eine Fratze schneiden, denn so nennt man euch drüben in den USA und Kanada: Laternen-Hannes. Und lasst euch auch nicht von eurer Großmutter davon abbringen, die vielleicht über den neumodischen amerikanischen Hokuspokus schimpft: Halloween. Denn wenn auch die Amis daraus eine Art Kindergruselfest gemacht haben, so kommt der Brauch doch aus dem guten alten Europa, wahrscheinlich aus Irland. "All Hallows' Eve" haben sie dort den Vorabend von Allerheiligen genannt und ihn wahrscheinlich mit einer Menge Whiskey gefeiert.In Zweibrücken haben die Amis den Kürbiskopf schon vor Jahrzehnten ins Fenster gestellt. Und doch hat es bis Oktober 1993 gedauert, als das Fest zum ersten Mal in der Zeitung erwähnt worden ist; also ausgerechnet in dem Jahr, als die US-Garnison aufgelöst wurde. Inzwischen sind die Geister und Gespenster auch bei uns gesellschaftsfähig: Im Dahner Felsenland gibt es sogar einen geisterhaften Sagenweg. Und Michel Wack hat die Sage vom Teufelsbrunnen schon vor drei Jahren in sein Songrepertoire aufgenommen. Vielleicht sollte man auch in unserer Stadt einen Gespensterweg einrichten: von den Jagdgründen des Schlapphuts auf der Sickinger Höhe hinunter zum ehemaligen Gasthaus Hirsch mit seinem Syndikus bis hinaus in das gruselige Wolfsloch. Der Archivar