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Leser diskutieren über Einkaufsstadt Zweibrücken

Leser diskutieren über Einkaufsstadt Zweibrücken

City-Managerin Petra Stricker ist zwar nicht die erste, der es aufgefallen ist – aber weniger wahr wird ihre Analyse der Einkaufsstadt Zweibrücken dadurch nicht.

Es gilt, schreibt sie in einem vergangene Woche veröffentlichten Strategiepapier, "gewisse Sortimentslücken" bei den Innenstadt-Geschäften zu schließen (wir berichteten). Es fehlten sowohl "Platzhirsche" als auch "besonders renommierte Filialisten", schreibt Stricker. Und gibt als Ziel aus: "Wichtige Frequenzbringer müssen (zurück) in unsere Innenstadt." Was fehlt konkret, wollte der Pfälzische Merkur auf Facebook von seinen Lesern wissen - und bekam eine ganze Latte mit Wünschen und Vorschlägen - und noch einiges mehr.

"Wie wäre es mal mit h&m, damit auch die Jugend mal Kleider einkaufen kann?", schreibt etwa Jacqueline Lauer. "Oder einen Saturn, wenn Media Markt schon nicht geht." Simone Müller wünscht sich "H&M, Müller und Pizza Hut !", Yvonne Gambert schreibt "Vero Moda, H&M, Esprit, u.ä....Douglas, Depot, ..." Maya Kees schreibt mit einem Augenzwinkern: "einfach alles außer Optiker, Handy-Läden, Alt-Oma-Klamotten-Läden und Apotheken."

Doch über die Aufzählungen der Wunschkandidaten geht die Diskussion schnell hinaus. Die Frage ist: Was läuft in der Stadt schief und gibt es überhaupt eine Chance, den Glanz vergangener Zeiten auf die eine oder andere Art und Weise wiederzubeleben?

Patrick Lang und manch anderer glaubt nicht so recht daran. "Die Zeit ist vorbei. Als große Läden kommen wollten, ließ man sie nicht, siehe Einzelhandelskonzept. Jetzt ist der Zug abgefahren [...]. Daher ist die als oben bezeichnete Stricker-Strategie ein reiner Wunschgedanke, und man sollte sich eher mit der Realität beschäftigen! Viele Zweibrücker shoppen in den Nachbarstädten. Dieser Entwicklung hätte man vor langer Zeit entgegenwirken müssen!" Eine Hoffnung könnte, meinen einige, die Besetzung von Nischen sein. Bei Stricker ist die Rede von inhabergeführten Einzelhändlern, die "Vielfalt und Individualität bieten". "Man sollte auch mal über eine Subventionspolitik der Stadt nachdenken", regt in diesem Zusammenhang Sören Seliger an, etwa in Form einer stufenweisen Mietsubvention.