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Lehrfilm der VHS Zweibrücken zum Thema Osterdekoration

Lehrfilm der VHS Zweibrücken : Osterdekoration auf Abruf

Für den ersten selbst gedrehten Lehrfilm der VHS Zweibrücken drehte Maxim Breisch bei Sabine Cunningham-Blinn in der Zweibrücker „Blumenzeit“. Für Merkur-Leser gibt es einen exklusiven Tipp außerhalb des VHS-Angebots.

Am vergangenen Mittwochabend verwandelte sich der Ladenraum der Zweibrücker „Blumenzeit“ in ein kleines Filmstudio. Maxim Breisch, der auch für die Media-Lab-Projekte des Zweibrücker DRK Südwestpfalz hinter der Kamera steht, nahm den ersten Film für das neue Online-Format der VHS Zweibrücken auf.

In „Osterfloristik – auf Abruf!“ zeigt die erfahrene Floristin Sabine Cunningham-Blinn den Teilnehmern, wie selbst Laien in ihrem Zuhause mit wenig Aufwand eine bezaubernde österliche Atmosphäre zaubern können. Ausgewählt hatte die Mittfünfzigerin einen Stehstrauß, einen naturalen Strauß mit langstieligen französischen Tulpen und eine österliche Widmung für bereits fertige Frühlingsschalen oder -körbe. „Ich habe schon fleißig vorgearbeitet und war Birken- und Weidenzweige schneiden, Moos sammeln und Ästchen zusammentragen“, erklärte sie zu Beginn.

Ein bisschen weiter rechts, noch ein Stückchen zurück, die große mitgebrachte Film-Leuchte umplatziert – auch Maxim Breisch brauchte etwas Vorbereitungszeit. Doch dann war der angehende Lehrer zufrieden. „Wir können alles in einem Stück durchdrehen. Ich habe alles hier bereitgestellt“, erklärte Sabine Cunningham-Blinn.

Mit VHS-Leiterin Melani Nekic, die trotz Feierabendzeit die Dreharbeiten persönlich begleitete, sprach die Blumenfachfrau die Einleitung ab. Nicht nur wegen ihres witzigen Versprechers „für die Volksschule“ stoppte Maxim Breisch die Aufnahme. Er erklärte: „Wenn wir das am Stück drehen wollen, kontrolliere ich kurz den Ton.“ Alle waren zufrieden und im dritten Anlauf mit einem Textzettel vor Augen, klappte auch die Begrüßung.

Und dann ging es ruckzuck. Souverän und charmant beschrieb und erklärte Sabine Cunningham-Blinn ihr Material und ihre Handgriffe. Immer wieder gab sie erprobte Praxis-Tipps. Selbst Allergikerin, warnte sie: „Wer allergisch ist gegen Frühblüher, sollte statt der Birke oder statt Hasel lieber Weidenzweige nehmen. Denn wenn die Troddelchen in der Wärme aufgehen, wird es sehr unangenehm.“

Geschickt und geübt, schnitt sie die Stängel für den im Liegen aufgebauten Stehstrauß auf Länge, indem sie die Basis an der Tischkante orientierte. Im Wechsel geschichtet und mit Naturkordel gebunden, ergab sich daraus tatsächlich ein stabiler Strauß, der selbst ohne Gefäß standfest war.

„Beeindruckend“, staunte Melani Nekic. Sie freute sich doppelt über das moderne Angebot, das die VHS Zweibrücken ihren Besuchern selbst in Zeiten des Lockdowns unterbreiten kann.

Der Start mit einer kompetenten, lokal bekannten Darstellerin zu einem saisonalen Thema lässt sich gut an: Mehrere Zugriffe auf den Film hat die VHS bereits verkauft. Wer das Format bucht, erhält einen Link und einen Zugangs-Code zu dem rund 90-minütigen Videofilm „Osterfloristik – auf Abruf!“ unter www.vhs-zweibruecken.de

Für die Merkur-Leser hat Sabine Cunningham-Blinn einen exklusiven Tipp für eine natürliche, nachhaltige Osterdekoration zu einem geringen Budget vorbereitet: Behutsam werden im eigenen Garten drei bis vier Narzissen, Tülpchen oder Perlhyazinten ausgestochen/ausgegraben. In einem Eimer die Erde abspülen und die sauberen Blumenzwiebeln, nach Blumensorte getrennt, in ein schönes Glas setzen. Mit Moos aus Garten oder Wald umlegen und anfeuchten. Ausdekorieren mit gereinigten halben Eierschalen vom Frühstücksei oder dem Backen, selbst gesammelten Federn, kleinen Zweigen, Steinchen oder Glasmurmeln. Der eigenen Phantasie sind dabei überhaupt keine Grenzen gesetzt. Nach den Ostertagen die Blumenzwiebeln einfach wieder zurück in den Garten setzen.