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„Lange Nacht der Modelleisenbahnen“ mit dem MSC Zweibrücken

MSC Zweibrücken : Ein tiefer Einblick in die wunderbare Welt der Modelleisenbahnen

Seit zehn Jahren gibt es bereits die „Lange Nacht der Modelleisenbahnen“. Was damals als eine Testveranstaltung im saarländischen Freisen begann, hat im Laufe der Jahre an Beliebtheit und an Bekanntheit gewonnen.

Nur ein Jahr später nach der Premiere, haben sich auch andere Clubs der Aktion angeschlossen und so luden in diesem Jahr über 20 Veranstalter in der Region zeitgleich zur „Langen Nacht“ ein, die mittlerweile vom IC-Saar-Kurier übernommen wurde.

Da öffnete am vergangenen Samstag auch der Modelleisenbahn Club Zweibrücken (MSCZ) die Türen zum Clubhaus. Das alte Stellwerk, das der Verein 1986 von der Deutschen Bahn käuflich erworben hat, ist alleine schon einen Besuch wert, weht hier doch echte Eisenbahner-Luft. „Viele wissen gar nicht, dass wir hier sind“, erklärte Thomas Ludwig, zweiter Vorsitzender des MSCZ. Umso wichtiger war es dem Verein, an der Aktion teilzunehmen und Präsenz zu zeigen.

Von 16 bis 22 Uhr konnten Besucher das alte Stellwerk erkunden, das insbesondere im gemütlichen Obergeschoss anhand von vielen Fotoaufnahmen und Zubehör einen eindrucksvollen Überblick über längst vergangene Zeiten zeigte. Bei Flammkuchen und Gulaschsuppe konnten die Besucher hier gesellige Stunden verbringen und mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch kommen.

Eine Etage tiefer war dann das Ergebnis davon zu sehen, was die Modelleisenbahn-begeisterten Mitglieder jeden Donnerstagabend zusammen schrauben, basteln und bauen. Auf der großen HO-Anlage zogen Züge gemächlich ihre Runden durch detailreich aufgebaute Miniatur-Landschaften. Seit ein paar Jahren ist die Anlage nun fertig, gearbeitet wurde daran mit Unterbrechungen über 30 Jahre lang.

Noch in der Bauphase befindet sich hingegen das aktuelle Projekt, das die Besucher im Erdgeschoss bestaunen konnten. „Wir bauen aktuell an der Spur N-Anlage“, erklärte Thomas Ludwig. Das darauf bereits erbaute Gebäude war den Besuchern ein Begriff, handelte es sich doch um den Zweibrücker Hauptbahnhof, der hier als Nachbau aus dem Jahr 1943 entstehen soll. Mit Plänen aus dem Internet haben sich die Tüftler einen eigenen Bauplan angefertigt. „Etwas Vergangenes wieder aufleben zu lassen, das ist faszinierend“, findet MSCZ-Mitglied Wilfried Kercher. Auch wenn das im Falle des neuen Bauprojektes mit Sicherheit noch zehn Jahre dauern wird, bis die Anlage fertig gestellt ist. Aber der Weg ist beim Modellbau schließlich ebenfalls das Ziel.

Wer diese Veranstaltung verpasst hat, kann den MSC Zweibrücken aber auch auf andere Art kennenlernen. Erstmalig nimmt der Verein beim Weihnachtsmarkt teil. Allerdings nicht mit einem Stand auf dem Markt, sondern als Außenstelle im Stellwerk, das dann erneut für Besucher geöffnet wird. Sogar der Nikolaus wird an diesem Tag vorbeischauen. Genaue Infos gibt der Verein zeitnah auf seiner Homepage www.meczweibruecken.de bekannt. Außerdem findet am Sonntag, 3. November, zum letzten Mal die Börse in der Festhalle Zweibrücken statt. Die Börse wird jedoch nicht eingestellt, aus Kostengründen ist der Verein auf der Suche nach einem anderen Austragungsort.