Landfrauen-Verein Rimschweiler Alte Fertigkeiten wieder neu entdecken

Rimschweiler · Als erste Veranstaltung im neuen Jahr laden die Landfrauen Rimschweiler zu einem Handarbeits-Bootcamp ein. Kompetente Referentinnen aus dem Vereinsvorstand bringen Interessierten alles bei, was sie selbst wissen – in jeder Handarbeitssparte.

 Alexandra Loch vom Landfrauenverein Rimschweiler kennt sich mit fast allen Handarbeiten aus.

Alexandra Loch vom Landfrauenverein Rimschweiler kennt sich mit fast allen Handarbeiten aus.

Foto: Cordula von Waldow

In einer Zeit, da quasi „nichts läuft“, Kulturangebote ebenso abgesagt sind wie Vereinsveranstaltungen und man bei eisigem Nebelwetter ohnehin am liebsten zu Hause bleibt, werden alte Fertigkeiten wieder neu entdeckt. Dazu gehört auch das Handarbeiten. Wenn man denn wüsste, wie es geht oder jemanden fände, der es kann und einem kurz einmal hilft.

Ein Anliegen, das die Landfrauen Rimschweiler mit ihrem ersten sogenannten „Bootcamp“ Handarbeiten Mitte Februar beantworten. Wobei es sicherlich nicht ganz so intensiv und wesentlich lustiger wird, als bei der Grundausbildung des US-amerikanischen Militärs – wo der Begriff „Bootcamp“ eigentlich herstammt!

„Wir hatten zahlreiche Anfragen und haben das Angebot in unsere Jahresplanung aufgenommen“, berichtet die Vereinsvorsitzende, Susanne Jaenicke. Selbst ebenso begeistert wie geübt, wirkt sie als Kursleiterin zusammen mit Alexandra Loch. Diese lacht: „Unsere Stärken sind unterschiedlich, und so können wir wirklich alle Sparten der Handarbeit kompetent abdecken.“

Die Anliegen der Teilnehmerinnen dürfen unter dem Motto „Handarbeiten. So schlicht, so einfach, so vielfältig“ daher auch völlig unterschiedlich sein. Angefangen bei Basisfragen wie „Wie funktioniert meine Nähmaschine?“, „Spule, was?“, „Stricknadel – die geraden Dinger oder doch lieber die mit Schnur?“ bis hin zu komplizierten Näh-, Strick-, Häkel- oder Strickprojekten.

Susanne Jaenicke bestätigt: „All das machen wir zusammen und doch jeder für sich individuell. Wir freuen uns über jede, die Lust dazu hat.“ Das könnten sein: junge oder junggebliebene Anfängerinnen, die jetzt die freie Zeit nutzen, um sich ans Handarbeiten heranzutrauen, „alte Häsinnen“, die in Gemeinschaft etwas Neues ausprobieren oder sich neuen Herausforderungen stellen, Wieder-Einsteigerinnen, die ihre Erinnerung gerne fachlich unterstützt auffrischen mögen. Und natürlich alle, die sich mit selbst erprobten Tipps und Tricks leichter tun oder zum Werk-Erfolg gelangen wollen. „Alles kann, nichts muss!“, bringt es Alexandra Loch auf den Punkt.

Gezeigt werden auch Grundlagen wie Knöpfe annähen, Nähte schließen, Reißverschlüsse einpassen, Socken stopfen, mit der Nähmaschine sicher umgehen oder Strümpfe, Handschuhe, Pullover stricken, eine Osterdecke oder selbst genähte Bluse besticken, Schal oder Mütze häkeln, das Traumkleid schneidern oder „was auch immer“.

Was die Landfrauen freuen würde: „Wenn die Frauen überhaupt oder wieder Spaß am Handarbeiten bekommen.“ Um die individuellen Bedürfnisse zu klären, gibt es ein Vorgespräch am Donnerstagabend, 10. Februar, um 19 Uhr in der Bürgerstube im Gemeindehaus Rimschweiler in der Vogesenstraße. So ließen sich Projekte besprechen und am Freitag könne jede Teilnehmerin gegebenenfalls fehlendes Material besorgen.

Gemeinsam gewerkelt wird am Samstag, 12. Februar, von 11 bis 15 Uhr am selben Ort. Für Landfrauen ist die Teilnehme kostenfrei, Gäste bezahlen fünf Euro. Auf Grund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich bei Susanne Jaenicke unter Tel. (0 63 32) 47 96 90 sowie bei Alexandra Loch, Tel. (0 63 32) 47 97 977. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.